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    Iran: Ajatollah Chamenei warnt Westen vor Einmischung und droht mit harter Antwort

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    Irans geistlicher Führer Ajatollah Chamenei hat den Westen aufgefordert, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Islamischen Republik Iran einzumischen, und mit adäquaten Gegenmaßnahmen gedroht.

    MOSKAU, 06. Juli (RIA Novosti). Irans geistlicher Führer Ajatollah Chamenei hat den Westen aufgefordert, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Islamischen Republik Iran einzumischen, und mit adäquaten Gegenmaßnahmen gedroht.

    "Die Staatschefs einiger selbstgefälliger Länder, die ihre Nase in die inneren Angelegenheiten von Iran stecken, müssen wissen, dass unabhängig davon, ob das iranische Volk seine eigenen Meinungsdifferenzen hat, das (iranische) Volk..., wenn ihr Feinde euch einmischt, euch hart antworten wird", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters am Montag Ajatollah Chamenei.

    Iran wirft Großbritannien Einmischung in seine inneren Angelegenheiten nach der Präsidentenwahl vor.

    Bei der Präsidentenwahl am 12. Juni hatte Amtsinhaber Ahmadinedschad offiziellen Angaben zufolge mit 62,63 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Sein Hauptrivale, Mir Hossein Musawi, schnitt mit 33,75 Prozent ab. Noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Wahlergebnisse erklärte sich Musawi zum Sieger und warf den Behörden Wahlbetrug vor. Darauf kam es landesweit zu Protestaktionen der Opposition.

    Nach verschiedenen Angaben wurden infolge der Krawalle 20 Menschen getötet und 100 verletzt. Die Polizei hat mehr als 1000 Protestteilnehmer verhaftet.

    Vor einigen Tagen wurden mehrere Ausländer, unter anderem britische Staatsbürger, in Iran festgenommen. Darüber hinaus wurde ein BBC-Korrespondent ausgewiesen. Außerdem wurden am Sonntag in Teheran neun iranische Mitarbeiter der britischen Botschaft wegen des Verdachts der Teilnahme an den Unruhen nach der Präsidentenwahl verhaftet.

    Die Führung des Mullah-Staates hatte den Westen und vor allem Großbritannien mehrfach beschuldigt, die Proteste der Opposition zu schüren.

    Die angespannte Situation nach der Präsidentenwahl in Iran ruft weltweit große Besorgnis hervor.

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