08:49 17 Dezember 2017
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    Briten befürchten Russlands Militärgewalt gegen Nachbarländer

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    Russland setzt seine Nachbarländer unter Druck, um seinen Einflussbereich im postsowjetischen Raum auszuweiten, warnen britische Parlamentarier - den US-Raketenschild sehen sie aber skeptisch.

    LONDON, 11. Juli (RIA Novosti). Russland setzt seine Nachbarländer unter Druck, um seinen Einflussbereich im postsowjetischen Raum auszuweiten, warnen britische Parlamentarier - den US-Raketenschild sehen sie aber skeptisch. 

    Zurzeit und in nächster Zukunft stelle Russland zwar keine direkte Gefahr für die innere Sicherheit Großbritanniens dar. Es bestehe jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass Russland gegen seine Anrainerländer Militärgewalt wie im Georgien-Krieg anwende, hieß es im jüngsten Bericht des Verteidigungsausausschusses des britischen House of Commons.

    Fotostrecke: Zurückgelassene georgische Panzer und Waffen

    Moskau setze außerdem Druckmittel im Energiebereich ein, um seinen Einflussbereich im postsowjetischen Raum zu sichern. Das widerspreche den britischen Interessen, denn die europäische Sicherheit sei ohne „stabil demokratische" und unabhängige Länder undenkbar.

    Der Ausschuss empfahl der Nato in diesem Zusammenhang, ihre Militärpräsenz in den baltischen Staaten beizubehalten, um zur Sicherheit der Nato-Länder in Zentral- und Osteuropa beizutragen.

    Vom geplanten US-Raketenschild in Polen und Tschechien zeigen sich die Autoren des Berichts dabei wenig begeistert. Es stehe nicht fest, dass die US-Raketenabwehrpläne unter heutigen Umständen für die europäische Sicherheit förderlich seien. Der wider Russlands Willen aufgebaute Raketenschild könne den gemeinsamen Sicherheitsinteressen der Nato-Länder schaden.

    „Wenn die Vereinigten Staaten ihre Raketenabwehrpläne weiter verteidigen, empfehlen wir der britischen Regierung, Wege zu suchen, um Russland in die ensprechende Diskussion einzubeziehen", hieß es.