01:15 11 Dezember 2017
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    Srebrenica-Massaker: Russland gedenkt Opfern des Bosnienkrieges

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    Am 14. Jahrestag des Massakers von Srebrenica kondoliert das russische Außenministerium den Hinterbliebenen, erinnert aber auch daran, dass nicht nur Serben Kriegsverbrechen begangen haben.

    MOSKAU, 11. Juli (RIA Novosti). Am 14. Jahrestag des Massakers von Srebrenica kondoliert das russische Außenministerium den Hinterbliebenen, erinnert aber auch daran, dass nicht nur Serben Kriegsverbrechen begangen haben.

    „Wir sprechen allen unser Beileid aus, die ihre Verwandten im Bosnien-Konflikt verloren haben - unabhängig von ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit. Die Ereignisse in Srebrenica belegen aus unserer Sicht die Notwendigkeit, einen stabilen und demokratischen bosnischen Staat zu festigen", sagte Alexander Aleksejew vom Europa-Ressort des russischen Außenministeriums am Samstag zu RIA Novosti.

    Bosnische Musmile dedenken am 11. Juli der Opfer des Massakers von Srebrenica. Nachdem die von General Ratko Mladic kommandierten serbischen Einheiten im Juli 1995 die Stadt unter ihre Kontrolle gebracht hatten, wurden dort über 8.000 Muslime getötet.

    Aleksejew wies aber auch darauf hin, dass nicht nur Serben, sondern auch Vertreter weiterer ethnischer Gruppen Kriegsverbrechen während des Bosnienkrieges begangen hatten. Es gebe aber einen „offensichtlichen Unterschied" in Bezug darauf, wie der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien diese Taten bestrafe. Dieser Unterschied falle „nicht zugunsten der Serben" aus.

    Insgesamt hatten 142 Prozesse vor dem Jugoslawien-Tribunal stattgefunden, 92 davon gegen Serben.