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    Saakaschwili: Medwedew reagiert mit Südossetien-Besuch auf Nabucco-Deal

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    Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat den Südossetien-Besuch von Dmitri Medwedew als „amoralische“ Reaktion auf den Start des Nabucco-Projekts in Ankara bezeichnet.

    TIFLIS, 13. Juli (RIA Novosti). Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat den Südossetien-Besuch von Dmitri Medwedew als „amoralische“ Reaktion auf den Start des Nabucco-Projekts in Ankara bezeichnet.

    Der Kreml betrachte das am Montag von fünf Ländern unterzeichnete Abkommen über Gaslieferungen unter Umgehung Russlands als diplomatisches Fiasko, sagte Saakaschwili am Montag in Ankara. Nun habe Medwedew darauf faktisch mit seinem Südossetien-Besuch reagiert.

    Während Saakaschwili außerhalb Georgiens weile, besuche Medwedew „insgeheim das korrupte, kriminelle und unmenschliche Regime“ in Zchinwali. Medwedews Besuch in Zchinwali werde als „amoralischer und schändlicher Vorfall“ in die Geschichte der russischen Diplomatie eingehen, so der georgische Präsident.

    Außerdem habe der Kreml während seiner jüngsten Gespräche mit Barack Obama begriffen, dass er „keine neue Aggression gegen Georgien“ in die Wege leiten könne, denn die internationale Gemeinschaft werde das nicht erlauben, sagte Saakaschwili.

    Der georgische Staatschef war am Montag in Ankara dabei, als die Türkei, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Rumänien dort ein Regierungsabkommen unterzeichneten, das Gaslieferungen nach Europa unter Umgehung Russlands ermöglichen soll. Der Bau der Nabucco-Pipeline soll 2011 beginnen, ihre geplante Leistung beträgt 31 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich.

    Medwedew weilt unterdessen in Südossetien und wurde dort von der Bevölkerung bejubelt.

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