10:10 11 Dezember 2017
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    USA gegen Irans Nabucco-Beteiligung vor Atomstreit-Regelung

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    Die USA wollen keinen Einstieg Teherans ins Nabucco-Projekt für Gaslieferungen unter Umgehung Russlands zulassen, solange das iranische Atomproblem nicht geregelt ist.

    WASHINGTON, 16. Juli (RIA Novosti). Die USA wollen keinen Einstieg Teherans ins Nabucco-Projekt für Gaslieferungen unter Umgehung Russlands zulassen, solange das iranische Atomproblem nicht geregelt ist.

    „Unsere Haltung bleibt dieselbe: erst wenn das Atomproblem geklärt ist, kommt diese Beteiligung in Frage. Und dieses Problem soll politisch geregelt werden“, sagte der US-Energiesonderbeauftragte für Eurasien, Richard Morningstar, auf einer Konferenz des Brooking Institution in Washington. Die USA verdächtigen die Iraner, insgeheim Atomwaffen zu entwickeln.

    US-Außenministerin Hillary Clinton sagte unterdessen am Mittwoch, die Regierung in Teheran müsse eine Entscheidung treffen: entweder sie schließe sich der internationalen Gemeinschaft an, oder drifte weiter zur internationalen Isolation hin. Washington sei zu einem Dialog mit Teheran bereit, dieser müsse aber möglichst schnell beginnen. Dieses Angebot werde nicht ewig offen gehalten, so Clinton.

    Am Dienstag hatten die Türkei, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Rumänien den Start für das Nabucco-Projekt gegeben: ein in Ankara unterzeichnetes Regierungsabkommen soll Gaslieferungen nach Europa unter Umgehung Russlands ermöglichen. Es steht allerdings noch nicht endgültig fest, wer das Gas liefern soll. Als potenzielle Lieferanten kommen Aserbaidschan, Turkmenien, Usbekistan, Iran und der Irak in Betracht.

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