06:34 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Politik

    Kolumbien bietet den USA seine Militärstützpunkte an

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 10
    BUENOS AIRES, 16. Juli (RIA Novosti). General Freddy Padilla de Leon, kommissarischer Verteidigungsminister Kolumbiens hat den USA fünf Militärstützpunkte auf seinem Territorium angeboten.

    Das teilte das Radio Caracol am Donnerstag mit.

    "Das sind die Stützpunkte Malambo, Palanquero, Apiay, Tolemaida und Larandia", sagte er in Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien, bei der Präsentation des Vertragsentwurfes über die Zusammenarbeit im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich mit den USA.

    Laut ihm ist es geplant, den Vertrag in der nächsten Zeit zu unterzeichnen.

    "Der Vertrag sieht keine Einrichtung von US-Militärstützpunkten auf dem kolumbianischen Territorium vor. Es geht um die Nutzung unserer Stützpunkte durch amerikanische Armeeangehörige in Koordinierung mit den Behörden Kolumbiens gemäß der Verfassung und dem Gesetz", betonte Padilla.

    Der Vertrag wird für zehn Jahre geschlossen und sieht amerikanische Investitionen in die Infrastruktur der Stützpunkte in Höhe von fünf Milliarden Dollar vor, führte er aus.

    Auf der Web-Seite des kolumbianischen Verteidigungsministeriums erschienen am Mittwochabend die Erläuterungen zum Vertragsentwurf. Wie aus dem Text hervorgeht, besteht die Hauptaufgabe der Seiten in einem verstärkten Kampf gegen Drogenhandel, Terrorismus und andere länderübergreifende Verbrechen.

    Alle Operationen werden vorher abgestimmt. Besonders wird hervorgehoben, dass es nicht um einen Vertrag um die gemeinsame Verteidigung geht und eine solche Zusammenarbeit nicht gegen Drittländer gerichtet ist.

    Der kolumbianische Außenminister Jaime Bermudez hatte am 30. Juni ein weiteres Mal die Präsenz eines US-Militärstützpunktes in Kolumbien ausgeschlossen und gesagt, dass dieses Thema von den Präsidenten Barack Obama und Alvaro Uribe bei ihrem Treffen in Washington nicht angeschnitten wurde.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren