21:27 18 Dezember 2017
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    Honduras-Krise: Putsch-Regierung verhängt erneut Ausgangssperre

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    MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). Die nach dem Sturz des Präsidenten Manuel Zelaya in Honduras an die Macht gekommene Regierung hat am Donnerstag ein nächtliches Ausgangsverbot über das zentralamerikanische Land verhängt.

    Wie westliche Medien unter Berufung auf inoffizielle Angaben aus der Interimsregierung berichten, sei dieser Schritt aus der Befürchtung gemacht worden, dass die Anhänger des entmachteten Präsidenten Zelaya die verfassungsmäßige Ordnung im Land verletzen könnte.

    "Angesichts der andauernden unverhohlenen Drohungen seitens der Aufständischen (der Anhänger des gestürzten Präsidenten)... und in dem Bemühen, die Menschen und ihr Vermögen zu schützen, hat die Regierung beschlossen, ab Mitternacht die Ausgangssperre einzuführen", teilte ein Sprecher der Interimsregierung im Fernsehen mit.

    Militärs hatten in der Nacht zum 28. Juni die Macht in Honduras an sich gerissen und Präsident Manuel Zelaya ins Exil nach Costa Rica vertrieben. Seitdem waren in der Hauptstadt Tegucigalpa regelmäßig massenhafte Kundgebungen von Anhängern und von Gegnern Zelayas veranstaltet worden. Sie hatten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit zwei Toten und 60 Verletzten geführt.

    Zur Stabilisierung der Situation hatte der amtierende Staatschef und ehemalige Parlamentsvorsitzende Roberte Micheletti das nächtliche Ausgangsverbot eingeführt.

    In den vergangenen Tagen hatte die provisorische Regierung die Ausgangssperre gelockert und sie am vergangenen Sonntag aufgehoben.

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