20:54 15 Dezember 2017
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    Mord an Bürgerrechtlerin ergänzt tägliche Kaukasus-Kriminalchronik

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    MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). Während die Ermittlungen um den Mord an der Bürgerrechtlerin Estemirowa weiter laufen, sind Polizisten bei Feuergefechten verletzt, ein Postamt überfallen, ausländische Touristen verprügelt worden - Meldungen wie diese kommen massiv aus dem russischen Nordkaukasus,.

    Wie ein Sprecher des Innenministeriums der russischen Teilrepublik Dagestan sagte, wurden am Donnerstag drei mutmaßliche Extremisten im Rayon Kumtorkali liquidiert, als sie auf Polizisten schossen, die ihr Auto kontrollieren wollten. Drei Kalaschnikows, eine Maschinenpistole und Munition seien beschlagnahmt worden.

    Wie der russische Vizeaußenminister Arkadi Jedelew am Donnerstag mitteilte, wurden innerhalb von einigen Tagen insgesamt 15 mutmaßliche Terroristen an der Grenze zwischen den Teilrepubliken Tschetschenien und Inguschetien getötet. Der Großeinsatz sei noch nicht abgeschlossen, man werde vermutlich weitere Leichen getöteter Extremisten entdecken, so Jedelew.

    In der Teilrepublik Kabardino-Balkarien wurden am Donnerstag zwei Polizisten bei einem Anschlag schwer verletzt. Einer von ihnen starb später im Krankenhaus.

    In der republikanischen Hauptstadt Naltschik drangen unterdessen zwei Maskierte in ein Postamt ein. Wie es aus regionalen Sicherheitskreisen gegenüber RIA Novosti hieß, bedrohten die Täter die Postbeamten mit einer Pistole und flüchtetet mit umgerechnet 10.000 Euro.

    Im Bergland von Kabardino-Balkarien nahe des höchsten Gipfels Europas, dem Elbrus, wurden in der Nacht zum Donnerstag zwei norwegische Touristen überfallen. Unbekannte schlugen auf sie ein. Ein Tourist befinde sich mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus, sagte ein Mitarbeiter der regionalen Sicherheitsbehörden zu RIA Novosti.

    In der Stadt Mosdok der Teilrepublik Nordossetien wurde ein Polizist bei einem Bombenanschlag verletzt.

    Berichte dieser Art werden von den russischen Medien seit langem als Routine betrachtet und finden keine besondere Resonanz, zumal sie am Donnerstag von der Ermordung der Bürgerrechtlerin Natalia Estemirowa ganz in den Schatten gestellt wurden. Die insbesondere durch ihre Aktivitäten in Tschetschenien bekannte Estemirowa war am Mittwochabend in Inguschetien tot aufgefunden worden. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow versprach, die Ermittlungen unter persönliche Kontrolle zu nehmen.

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