04:17 16 Dezember 2017
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    Petersburger Dialog wirbt für internationales Regelwerk für Energielieferungen

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    MÜNCHEN, 16. Juli (RIA Novosti). Auf dem 9. Petersburger Dialog in München hat die Arbeitsgruppe „Wirtschaft“ vorgeschlagen, ein völkerrechtliches Regelwerk im Energiesektor ins Leben zu rufen, welches nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt gelten soll.

    Wie Waleri Golubew, stellvertretender Vorstandschef des russischen Energiekonzerns Gazprom und Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Wirtschaft“, mitteilte, waren die Mitglieder der Arbeitsgruppe in ihrer Sitzung darin einig, dass die Partnerschaft im Bereich Energie „auf ein neues Niveau“ gebracht werden müsse. Der neue „Energieregulator“ solle unter anderem den Pipelinetransit regeln, sagte Golubew.

    Der Co-Vorsitzende des Petersburger Dialogs, Russlands Erster Vizepremier Viktor Subkow, kündigte an, den Vorschlag der Arbeitsgruppe „Wirtschaft“ in seinen Bericht für den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und Bundeskanzlerin Angela Merkel einzubeziehen.

    Der Petersburger Dialog ist eine deutsch-russische Konferenz, die unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bundeskanzlers und des russischen Präsidenten steht. Er war 2001 auf Anregung des damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin und des damaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder für die Förderung eines offenen Dialogs zwischen den Zivilgesellschaften beider Länder ins Leben gerufen worden.

    Das Forum findet einmal jährlich abwechselnd in Deutschland und in Russland statt und soll innerhalb der deutsch-russischen Beziehungen neue Projekte initiieren. Die diesjährige konferenz, die am 14. Juli in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet wurde, endet am heutigen Freitag. Das Dachthema lautete: „Wege aus der Krise aus Sicht der Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands“.