17:54 16 Dezember 2017
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    Oppositionspolitiker Georgiens ruft zu direktem Dialog mit Russland auf

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    TIFLIS, 16. Juli (RIA Novosti). Die Aufnahme eines direkten Dialogs mit Russland wird laut der georgischen Opposition die Wiederherstellung der territorialen Integrität Georgiens fördern.

    Der Dialog mit Russland ist für eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen erforderlich, äußerte der Oppositionspolitiker Irakli Alassania am Donnerstag in einer Versammlung, die der Gründung seiner Partei "Unser Georgien - freie Demokraten" gewidmet war.

    Dieser Dialog müsse vor allem auf die Erfüllung der durch die Russische Föderation übernommenen internationalen Verpflichtungen, auf "der Deokkupation Georgiens und dem Abzug der (russischen) Streitkräfte von unseren besetzten Territorien" aufbauen.

    "Damit der Beginn der Deokkupation real möglich wird, muss versucht werden, den direkten Dialog mit Russland wiederaufzunehmen", fügte Alassania an.

    Als Anfang sollten die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen mit Russland wiederhergestellt werden.

    Georgien brauche die Unterstützung der Weltgemeinschaft, um Russland zur Erfüllung seiner internationalen Verpflichtungen zu bewegen.

    Die Partei "Unser Georgien - freie Demokraten" setzt vor allem auf eine vollständige Integration in die europäischen und euroatlantischen Strukturen. Nach Alassanias Worten müsste vor allem der Prozess der Integration in die Nato vervollkommnet werden. Er rief auf, die Möglichkeiten, die dank der Kommission Georgien-Nato bestehen, zu nutzen und stabilere Beziehungen zu den USA aufzubauen. Davon hänge die georgische Sicherheit ab.

    Die russisch-georgischen Beziehungen wurden nach dem Kaukasus-Konflikt im vergangenen Jahr abgebrochen.

    In der Nacht zum 8. August 2008 hatten georgische Truppen Kampfhandlungen in der abtrünnigen Republik Südossetien eingeleitet und deren Hauptstadt Zchinwali unter schweren Beschuss genommen. Die Stadt wurde völlig zerstört. Auch Abchasien wurde von Georgien militärisch bedroht. Erst nach der Verstärkung der russischen Friedenstruppe konnte Georgien zum Frieden gezwungen werden.

    Ende August 2008 erkannte Russland die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens an. Darauf brach Tiflis die diplomatischen Beziehungen zu Moskau ab und erklärte die beiden südkaukasischen Republiken zu okkupierten Territorien.

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