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    Kampf um Rohstoffe: USA und Kanada planen neue Arktis-Expedition

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    Die USA und Kanada schicken am 6. August eine neue Expedition in die Arktis. Mit der 42 Tage langen Forschungsreise wollen beide Staaten ihre Rechte auf den arktischen Festlandssockel untermauern.

    WASHINGTON, 23. Juli (RIA Novosti). Die USA und Kanada schicken am 6. August eine neue Expedition in die Arktis. Mit der 42 Tage langen Forschungsreise wollen beide Staaten ihre Rechte auf den arktischen Festlandssockel untermauern.

    Wie das US-Außenministerium am Mittwoch in Washington mitteilte, werden die Forscher die Gebiete zwischen Alaska und dem Mendelejew-Rücken sowie östlich des Kanadischen Archipels untersuchen, um die Grenzen des Festlandssockels sowie die Rechte der USA und Kanadas auf den Schelf zu klären.

    Die USA und Kanada hatten bereits 2008 Forscher zum Arktis-Schelf geschickt. An der neuen Expedition sollen der US-Eisbrecher „Healy“ und das kanadische Küstenschutzschiff „Louis St. Laurent“ teilnehmen.

    Die Rivalität um die Arktis hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Um die reich gefüllte Naturschatzkammer buhlen Russland, die USA, Kanada, Großbritannien und andere Anrainerstaaten. Viele von ihnen kündigten die Aufstellung von Schiffsverbänden für Polfahrten an.

    Russland hatte als erster Arktis-Anrainer bei der UN-Kommission für Kontinentalschelfgrenzen (CLCS) eine Abgrenzung seines Festlandssockels beansprucht, doch unzureichend Beweise dafür vorgelegt. Die Kommission war 1982 entsprechend der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen gegründet worden. Laut diesem Übereinkommen hat jeder Küstenstaat das Recht auf eine 200-Meilen-Wirtschaftszone. Wenn sich der Festlandssockel des betreffenden Staats über diese Grenze hinaus erstreckt, darf er seine Wirtschaftszone auf 350 Meilen ausweiten und Anspruch auf die dort befindlichen Rohstoffe erheben.

    Im August 2007 hatte eine russische Arktis-Expedition den Nordpol erreicht. In einer Rekordtiefe von 4261 Metern wurden im Nordpolarmeer Bodenproben genommen und die russische Staatsflagge aufgestellt. Nach der Auswertung der Expeditionsergebnisse gelangten die Forscher zu dem Schluss, dass der Lomonossow-Rücken geologisch zum russischen Festlandssockel gehört. Deshalb dürfe Russland Anspruch auf die Rohstoffe auf einer Fläche von 1,2 Millionen Quadratkilometern erheben. Der neue Antrag soll 2013 bei der UNO eingereicht hat werden.

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