23:30 23 August 2017
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    Honduranische Putschisten in Costa Rica zu Verhandlungen eingetroffen

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    Eine Delegation der derzeitigen Regierung von Honduras ist aus Tegucigalpa in San Jose (Costa Rica) für die Fortsetzung der Verhandlungen zur Konfliktbeilegung eingetroffen.

    BUENOS AIRES, 23. Juli (RIA Novosti). Eine Delegation der derzeitigen Regierung von Honduras ist aus Tegucigalpa in San Jose (Costa Rica) für die Fortsetzung der Verhandlungen zur Konfliktbeilegung eingetroffen.

    Das teilt die Internet-Version der honduranischen Zeitung „Heraldo“ mit.

    In der Nacht zum 28. Juni zettelte das Militär in Honduras einen Putsch an und brachte den Präsidenten des Landes Manuel Zelaya gewaltsam nach Costa Rica.

    Am Tag darauf wählte der Nationalkongress des Landes den Parlamentsvorsitzenden Roberto Micheletti einstimmig zum kommissarischen Präsidenten.

    Am Sonntag verlief in Costa Rica die zweite Verhandlungsrunde ergebnislos.

    „Wir begeben uns zum Sitz des Präsidenten Oscar Arias, um mit ihm zusammenzutreffen und ihm unsere Vorschläge zu unterbreiten“, sagte das Delegationsmitglied Vilma Morales im Flughafen von San Jose.

    Vor dem Abflug aus Tegucigalpa verwies Carlos Lopez, kommissarischer Außenminister der Regierung Michelettis, darauf, dass er nach San Jose in der Hoffnung und mit dem Wunsch fliege, dass ein Abkommen erzielt und die politische Situation in Honduras gelöst wird.

    Allerdings schloss er die Möglichkeit aus, dass Zelaya wieder an die Macht kommt.

    „Diese Hypothese über eine mögliche Rückkehr Zelayas in das Amt des Präsidenten der Republik wird vollständig zurückgewiesen“, sagte er.

    Vertreter von Manuel Zelaya, der sich in Nikaragua befindet und verspricht, in den nächsten Stunden nach Honduras zurückzukehren, bestätigten bisher ihre Teilnahme an neuen Verhandlungen in Costa Rica nicht.

    In Tegucigalpa fanden am Mittwoch die Kundgebungen der Anhänger und der Gegner des gestürzten legitimen Präsidenten statt.

    Die Verhandlungen in Costa Rica wurden schon von der Führung der Nachbarländer kritisiert.

    So äußerte Nikaraguas Präsident Daniel Ortega die Meinung, dass die Verhandlungen zwischen den Putschisten und den gestürzten Konstitutionalisten gesunden Menschenverstandes vermissen ließen.

    Der venezolanische Präsident Hugo Chavez bezeichnete den Verhandlungsprozess in Costa Rica als „tot geborenes Kind“.

    Manuel Zelaya richtete am Dienstag ein Schreiben an Barack Obama mit der Bitte, die Wirtschaftssanktionen gegen die Organisatoren des Staatsstreiches zu verschärfen.

    Zuvor hatte die Europäische Kommission die finanzielle Hilfe für die Regierung von Honduras ausgesetzt und die Bereitstellung einer neuen Tranche in Höhe von 65,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit der politischen Krise in diesem Land eingefroren.

    Außerdem deutete Europa schon an, neue Sanktionen gegen die illegitimen Behörden von Honduras zu verhängen, wenn der Verhandlungsprozess zur Lösung der entstandenen Situation keine positiven Ergebnisse zeigt.

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