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    Georgien bereitet neue Provokation gegen Zchinwali vor - russischer Vize-Außenminister

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    Zum Jahrestag des August-Krieges in Südossetien bereitet sich Tiflis dem russischen Staatssekretär und Vize-Außenminister Grigori Karassin zufolge auf einen neuen „Friedensmarsch“ gegen Zchinwali vor.

    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Zum Jahrestag des August-Krieges in Südossetien bereitet sich Tiflis dem russischen Staatssekretär und Vize-Außenminister Grigori Karassin zufolge auf einen neuen „Friedensmarsch“ gegen Zchinwali vor.

    Заместитель министра иностранных дел России Григорий КарасинWir haben aus unseren Erfahrungen gelernt, dass jegliche Gedanken der georgischen Behörden immer gefährlich sind, - sei es der so genannte Friedensmarsch gegen Zchinwali, die Einrichtung patriotischer Jugendlager an den Grenzen zu Südossetien und Abchasien oder andere derartige Aktionen. Sie (die georgischen Behörden) wollen einfach eine neue Version des ‚Friedensmarsches’ schaffen und haben dies auch wiederholt angekündigt“, sagte Karassin am Donnerstag zu RIA Novosti.

    Georgien hatte nicht nur einmal Kundgebungen und Manifestationen veranstaltet, um die Situation in der unmittelbaren Nähe zu Südossetien zu verschärfen. Am 23. November 1989 hatten rund 40 000 radikal gesinnte junge Leute und Mitglieder der radikalen nationalistischen Partien mit dem damaligen Präsidenten Swiad Gamsachurdija an der Spitze versucht, mit Autos und Bussen nach Zchinwali einzudringen und dort eine provokatorische Kundgebung durchzuführen. Eine der Losungen der Extremisten lautete: „Georgien für die Georgier“. Dieses Ereignis war einer der Auslöser des georgisch-ossetischen Krieges von 1991-1992.

    Im September 2007 hatte Georgien den so genannten „Friedensmarsch“ gegen Zchinwali geplant. In den georgisch bewohnten Enklaven Südossetiens und im Grenzgebiet hatten sich große Ansammlungen von Menschen, meist Jugendlichen, gebildet, die nach Zchinwali fahren wollten. Doch die Organisatoren der Aktion verzichteten auf ihre Pläne. Nach Einschätzung des russischen Außenministeriums hatte die Aktion, die zeitlich mit dem ossetischen Volkskongress am 18. und 19. September 2007 zusammenfallen sollte, offensichtlich zum Ziel, Auseinandersetzungen zwischen den Marschteilnehmern und der südossetischen Bevölkerung heraufzubeschwören.

    In der Nacht zum 8. August 2008 hatte die georgische Armee Südossetien überfallen und dessen Hauptstadt Zchinwali teilweise zerstört. Russland schickte zum Schutz der südossetischen Einwohner, von denen viele die russische Staatsbürgerschaft haben, seine Truppen in die Region. Nach fünftägigen Kampfhandlungen wurden die georgischen Militärs aus Südossetien verdrängt.

    Russland erkannte Ende August 2008 Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten an. Daraufhin hat Tiflis die diplomatischen Beziehungen zu Moskau abgebrochen und die beiden Kaukasusrepubliken zu besetzten Territorien erklärt.

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