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    Südossetien erlaubt Ausländern Einreise nur über Russland

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    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Die Einreise nach Südossetien ist nur über russisches Territorium möglich, weil es an der georgisch-südossetischen Grenze keinen Grenzübergang gibt.

    Das teilte der südossetische Außenminister Murat Dschiojew am Donnerstag RIA Novosti mit.

    Er kommentierte damit die Aussage eines weißrussischen Diplomaten, der seinen Mitbürgern die Einreise nach Südossetien ausschließlich von georgischem Territorium aus empfohlen hatte.

    Wie der Mitarbeiter des weißrussischen Außenministeriums am Mittwoch geäußert hatte, dürfen Ausländer nach den georgischen Gesetzen nur mit Genehmigung der örtlichen Behörden von Sugdidi und Gori (Georgien) nach Abchasien bzw. Südosetien einreisen. Die Einreise aus allen anderen Richtungen nach Abchasien und Südosetien ohne georgische behördliche Sondergenehmigung sei verboten und werde entsprechend dem georgischen Strafgesetzbuch geahndet, so der weißrussische Diplomat.

    Laut Dschiojew gibt es keine südossetische Grenzübergansstelle an der Grenze zu Georgien. Deshalb könnten Bürger dritter Staaten nicht durch das benachbarte Georgien in die Kaukasus-Republik kommen, sagte der südossetische Außenminister. Ihm zufolge können die Bürger der GUS-Staaten und Abchasiens die südossetisch-russische Grenze an der russischen Kontrollstelle Nischni Lars ungehindert passieren.

    Bürger dritter Länder, die Visabeziehungen zu Russland unterhalten, bräuchten zur Einreise nach Südossetien ein zweifaches Visum - für Südossetien und für Russland - sowie eine entsprechende Einladung aus Südossetien, sagte Dschiojew.

    Er verwies darauf, dass Südossetien ein souveräner und anerkannter Staat sei, für den die georgischen Gesetze nicht gelten würden.

    Wie sich der abchasische Vize-Außenminister Maxim Gwindschija am Donnerstag im Gespräch mit RIA Novosti zu den Empfehlungen der Konsularabteilung in Minsk hinsichtlich der Einreise nach Abchasien äußerte, wiedersprechen sie der Position des weißrussischen Staates.

    Der Vize-Chef der konsularischen Hauptverwaltung, Alexander Lukaschewitsch, hatte den weißrussischen Mitbürgern nachdrücklich empfohlen, bei der Reise nach Abchasien und Südossetien die Gesetze Georgiens einzuhalten.

    "Abchasien ist für alle offen. Was die genannte Aussage betrifft, so wurde sie im Sinne des Embargos gemacht, die einige GUS-Länder auf Forderung Georgiens im Jahre 1996 gegen Abchasien verhängt hatten. Aber damals hatte die weißrussische Führung die Sanktionen gegen Abchasien nicht unterstützt", sagte Gwindschija.

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