23:36 17 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Wahllokale in Kirgisien geschlossen - Proteste gehen weiter

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    BISCHKEK, 23. Juli (RIA Novosti). Die von der Opposition für illegitim erklärte und von Zusammenstößen überschattete Präsidentenwahl in Kirgisien ist am Donnerstagabend zu Ende gegangen - der Kampf scheint aber noch nicht vorbei zu sein.

    Die Wahl sei „generell ruhig“ verlaufen, sagte Bakyt Zhumagulow von der kirgisischen Wahlbehörde nach der Schließung der Wahllokale zu RIA Novosti. Zwei Stunden davor wurde bereits mitgeteilt, die Wahlbeteiligung habe 73 Prozent überschritten.

    Das kirgisische Innenministerium meldete am Donnerstagnachmittag, dutzende Anhänger der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei hätten versucht, ein Wahllokal und etwas später auch das Bürgermeisteramt der Stadt Balyktschi zu stürmen. Die Polizei habe Blendgranaten eingesetzt und einige Aktivisten, unter ihnen zwei Abgeordnete des kirgisischen Parlaments, vorübergehend festgenommen.

    Der oppositionelle Spitzenkandidat bei der Präsidentenwahl, Almasbek Atambajew, sagte unterdessen zu RIA Novosti, die Opposition veranstalte am Abend trotz des Behördenverbotes eine Großkundgebung in der Hauptstadt Bischkek. Die Kundgebung beginne mit einem Konzert. Die Stadtverwaltung hatte zuvor betont, diese Protestaktion verstoße gegen die geltende Wahlregelung.

    Zuvor am Donnerstag hatte Atambajew die Wahl für illegitim erklärt und gesagt, er verzichte auf seine Kandidatur. Die Wahlbehörde erwiderte, das sei rechtswidrig, denn die Entscheidung komme zu spät. Als aussichtsreichster Kandidat bei der Wahl galt der derzeitige Staatschef Kurmanbek Bakijew.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren