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    BIP Russlands im Juni um 9,6 Prozent geschrumpft

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    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Russlands ist im Juni 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,6 Prozent geschrumpft.

    Das teilte Andrej Klepatsch, stellvertretender Minister für Wirtschaftsentwicklung Russlands, am Donnerstag in Moskau mit. Im ersten Halbjahr habe der BIP-Rückgang somit 10,1 Prozent betragen.

    "Die russische Wirtschaft nähert sich der Talsohle der Krise. Das ist ein Argument dafür, dass man im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal mit einer gewissen Belebung rechnen könnte, wenngleich die Eckwerte auch im dritten Quartal negativ sein werden. Aber das Rückgangstempo wird sich voraussichtlich verlangsamen ... Bislang sprechen alle Faktoren dafür, dass die Landeswirtschaft weiterhin im Sinkflug ist: Im Juni schrumpften die Investitionen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20,1 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent", sagte Klepatsch.

    Das Ministerium geht für 2009 von einem BIP-Rückgang um 8,6 Prozent aus. Dagegen wird die Wirtschaftslage in Russland von internationalen Finanzinstituten optimistischer bewertet: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet einen BIP-Rückgang in Russland von 6,8 Prozent. Für 2010 prognostiziert das Wirtschaftsministerium eine Stagnation bzw. ein Wachstum von unter einem Prozent. Dagegen ist die OECD der Ansicht, dass Russlands BIP 2010 voraussichtlich um 3,7 Prozent wachsen wird.

    Mitte Juli hatte die US-Investmentbank Merrill Lynch ihre Prognose für das Wachstum des BIP Russlands 2010 auf 2,4 Prozent verbessert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet 2010 mit einem 1,5-Prozent-Wachstum der russischen Wirtschaft.