23:36 17 August 2017
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    Thailand verspricht unpolitisierten Prozess gegen mutmaßlichen russischen Waffenbaron

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    Behörden in Thailand versprechen den Prozess gegen den Russen Viktor Bout, dem die USA illegale Waffendeals vorwerfen, fair und unpolitisiert zu gestalten.

    BANGKOK, 24. Juli (RIA Novosti). Behörden in Thailand versprechen den Prozess gegen den Russen Viktor Bout, dem die USA illegale Waffendeals vorwerfen, fair und unpolitisiert zu gestalten.

    Das teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag während seines offiziellen Besuchs in Bangkok mit. Er habe den Fall Bout persönlich mit dem thailändischen Premierminister Abhisit Vejjajiva erörtert. „Man hat uns versichert, dass der Fall objektiv, unvoreingenommen und ohne jegliche Politisierung verhandelt wird“, sagte Lawrow. Nach seinen Worten haben russische Vertreter Zugang zu dem Angeklagten und unterhalten Kontakte mit dessen Ehefrau.

    Bout war im März vergangenen Jahres auf Grund eines Haftbefehls aus den USA festgenommen worden, die ihn als einen der größten Waffenhändler betrachten. 2005 wurden in den USA die Konten von 30 Firmen gesperrt, die mit Bout zusammenhängen. Nach Angaben des US-Finanzministeriums besitzt der Russe zahlreiche Flugunternehmen im Nahen Osten, in Afrika, in Osteuropa und in den USA. Die von Bout verkauften Waffen sollen in den Besitz der Terror-Netzwerke Al Qaida und Taliban sowie von Regimes gelangt sein, gegen die die Vereinten Nationen Sanktionen verhängt hatten, darunter sind Afghanistan, Angola, Kongo, Liberia, Sierra Leone und der Sudan.

    Der Russe beteuert seine Unschuld und weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück.

    Ein thailändisches Gericht soll am 11. August sein Urteil in Sachen Bout fällen. Am gleichen Tag soll die Klage des Russen wegen „ungesetzlicher Verhaftung“ geprüft werden.

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