09:01 24 August 2017
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    Europas Verständnis für Russlands Haltung im Georgienkonflikt wächst -Lawrow

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    Viele westliche Länder haben nach den Ereignissen in Südossetien im August des vorigen Jahres ihre Einstellung zur militärtechnischen Zusammenarbeit mit Georgien und zu Perspektiven seiner Nato-Mitgliedschaft überprüft und begonnen, die Handlungen Russlands besser zu verstehen.

    BANGKOK, 24. Juli (RIA Novosti). Viele westliche Länder haben nach den Ereignissen in Südossetien im August des vorigen Jahres ihre Einstellung zur militärtechnischen Zusammenarbeit mit Georgien und zu Perspektiven seiner Nato-Mitgliedschaft überprüft und begonnen, die Handlungen Russlands besser zu verstehen.

    Das sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag.

    „Soweit ich das beurteilen kann, haben viele Nato-Länder und auch der Generalsekretär der Allianz solche Schlüsse gezogen“, betonte Lawrow und bezeichnete die Handlungen Georgiens in Südossetien als ein „unvernünftiges Abenteuer“.

    In der Nacht zum 8. August 2008 hatten die georgischen Truppen Südossetien angegriffen und einen Teil seiner Hauptstadt Zchinwali zerstört. Zum Schutz der Einwohner Südossetiens, von denen viele russische Staatsbürger sind, hatte Russland seine Truppen in die Republik geführt und nach fünf Tagen der Kampfhandlungen die georgischen Militärs aus der Region verdrängt.

    Die westlichen Länder, darunter auch die Nato-Mitgliedsländer, hatten Russland für seine Handlungen in Südossetien stark kritisiert und es einer unverhältnismäßigen Anwendung von Gewalt bezichtigt.

    Aber einige Monate danach hatten einige europäische Politiker faktisch zugegeben, dass Georgien auch mit für die Zuspitzung der Situation in der Region verantwortlich ist.

    Auf die Bitte, Stellung zur Äußerung von US-Vizepräsident Joe Biden im Zuge seines jüngsten Georgien-Besuches zu nehmen, sagte der russische Außenminister, dass hier die Präsidenten Russlands und der USA die Beziehungen zwischen unseren Ländern bestimmen.

    Er verwies darauf, dass gerade auf Entscheidung Dmitri Medwedews und Barack Obamas im Zuge ihres jüngsten Treffens in Moskau eine Präsidialkommission gebildet wurde.

    Biden sagte im georgischen Parlament am Donnerstag, dass er nicht die Absicht habe, die Beziehungen mit Russland durch die Schmälerung der Interessen Georgiens anzubahnen und die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens nie anerkennen werde.

    Eine derartige Erklärung gab der US-Vizepräsident auch am 21. Juli in Kiew ab. Damals sagte er, dass eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland nicht auf Kosten der Beziehungen Washingtons zu Kiew erfolgen werde.

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