12:01 17 August 2017
SNA Radio
    Politik

    OSZE von Präsidentschaftswahlen in Kirgisien enttäuscht-MEHR

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0

    Das Büro für demokratische Institute und Menschenrechte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bewertet die Präsidentschaftswahlen in Kirgisien negativ.

    BISCHKEK, 24. Juli (RIA Novosti). Das Büro für demokratische Institute und Menschenrechte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bewertet die Präsidentschaftswahlen in Kirgisien negativ.

    Das teilte Radmila Sekerinska, die Büroleiterin der Mission, in ihrem vorläufigen Bericht mit.

    Der derzeitige Präsident Kirgisiens Kurmanbek Bakijew sammelte 86,33 Prozent der Stimmen nach der Auswertung von 61 Prozent der Wahlzettel. Sein nächster Rivale Almasbek Atambajew, Kandidat der vereinigten Opposition, wurde von 7,39 Prozent der Wähler unterstützt.

    „Leider gelangten wir zu dem Schluss, dass die Wahlen in Kirgisien den Fortschritt nicht gezeigt haben, auf den wir gehofft haben. Sie konnten wiederum den Standards nicht entsprechen, die wir anstreben“, sagte Sekerinska.

    Der Leiter der OSZE-Beobachtermission Consiglio Di Nino ist auch von den Wahlen in Kirgisien enttäuscht. Er äußerte die Meinung, dass sie den Hauptforderungen der Organisation nicht entsprochen haben.

    Sekerinska hob hervor, dass mehr als die Hälfte der Beobachter die Wahlen negativ bewertete.

    „Das Abstimmungsgeheimnis wurde nicht vollständig eingehalten. Die Genauigkeit der Wählerlisten wird weiter in Zweifel gezogen“, sagte Sekerinska.

    Die OSZE-Beobachter verweisen auf ungleiche Bedingungen der Agitation für Präsidentenkandidaten. Nach ihren Worten bevorzugten die staatlichen und privaten Medien den amtierenden Präsidenten.

    Als Beispiel führte Sekerinska einige Fakten an, die davon zeugen, dass einer der staatlichen TV-Kanäle 56 Prozent und andere TV-Kanäle bis zu 80 Prozent der Sendezeit der Agitation für den amtierenden Präsidenten zur Verfügung gestellt hatten.

    Sie teilte mit, dass die Mission noch zwei Monate in der Republik weilen wird, danach wird der endgültige Bericht über die Wahlen veröffentlicht.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren