09:00 24 August 2017
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    Nato-Beitritt Georgiens in den alten Grenzen unmöglich - russischer Nato-Botschafter

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    Laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin ist ein Beitritt Georgiens zur Allianz unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen unmöglich.

    MOSKAU, 24. Juli (RIA Novosti). Laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin ist ein Beitritt Georgiens zur Allianz unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen unmöglich.

    "Wenn jetzt über die Mitgliedschaft Georgiens in der Nato entschieden werden sollte, so müssten Georgien in seinen heutigen Grenzen, die es Saakaschwili zu verdanken hat, plus Abchasien und Südossetien sowie unsere Militärstützpunkte wie auch Eduard Kokoity, Sergej Bagapsch und unsere Botschafter etc. in die Allianz aufgenommen werden. Das wäre absurd", sagte Rogosin am Freitag in einem Live-Interview mit dem Radiosender "Echo Moskwy".

    Oder sollte Georgien in anderen, neuen Grenzen in die Nato aufgenommen werden, müssten diese Grenzen dann anerkannt werden, sagte der Diplomat.

    Er nahm damit Stellung zu der Aussage von US-Vizepräsident Joseph Biden, Georgien habe eine Perspektive des Nato-Beitritts, was eine der außenpolitischen Prioritäten der georgischen Behörden sei.

    "Georgien wird möglicherweise einmal der Nato beitreten, wenn die Nato selbst zu diesem Zeitpunkt noch existieren wird", so Rogosin. Bidens Äußerungen seien lediglich "eine Möglichkeitsfeststellung" gewesen.

    Rogosin merkte auch an, er glaube nicht an die Perspektive des Beitritts von Georgien zur Allianz "zumindest nicht in den nächstens 15 bis 20 Jahren". Der Nato-Botschafter verwies auf die Gefährlichkeit der andauernden Militarisierung des Landes.

    "Was die Militarisierung Georgiens betrifft, so ist das gefährlich. Wir wissen nämlich nur zu gut, welches Ende es nehmen kann. Georgien hat in den... zurückliegenden vier Jahren an erster Stelle unter den Ländern der Welt beim Militarisierungsniveau gelegen. Und diese Militarisierung geht weiter", sagte der russische Diplomat.

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