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    Tschetscheniens Führung plant weitere Gespräche mit ehemaligem Extremistenchef Sakajew

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    GROSNY, 24. Juli (RIA Novosti). Über Konsultationen mit dem tschetschenischen Separatistenführer Achmed Sakajew in Oslo hat der Vorsitzende des tschetschenischen Parlaments, Dokuwacha Abdurachmanow, am Freitag in einem Telefongespräch mit RIA Novosti informiert.

    Laut Abdurachmanow hatte der tschetschenische Ex-Feldkommandeur bei den Verhandlungen mit der tschetschenischen Delegation eine Erklärung abgegeben.

    "Wir hatten während unserer zweitägigen Gespräche mit Sakajew Fragen erörtert, die die Konsolidierung der tschetschenischen Gesellschaft und die Herbeiführung der vollständigen politischen Stabilität betreffen. Über alle Fragen wurde Einigung erzielt. Die Konsultationen werden in ein bis eineinhalb Wochen in London in einer erweiterten Runde fortgesetzt", sagte Abdurachmanow.

    Ihm zufolge werden Vertreter der tschetschenischen Diaspora in Europa und gesellschaftlicher Organisationen Tschetscheniens daran teilnehmen.

    "Wir sind zu dem Schluss gelangt, dass die Tschetschenen, wo auch immer sie sich aufhalten mögen, alle aufkommenden Fragen gemeinsam regeln und ihre Bemühungen um den Frieden und die Stabilität in ihrer Heimat vereinen müssen", sagte Abdurachmanow.

    Laut dem Parlamentschef wurde während des Dialogs mit Sakajew die Meinung geäußert, dass dieses Treffen nur dank des Willens von Präsident Ramsan Kadyrow und dank der Unterstützung seiner Bemühungen durch Russlands zentrale Führung stattfinden konnte.

    Laut Abdurachmanow ging es während der Unterredung nicht um eine Rückkehr Sakajews nach Tschetschenien.

    "Wir haben diese Frage nicht behandelt, Sakajew sagte allerdings, er habe sich selbst nie abseits vom tschetschenischen Volk und von der Republik gesehen. Er habe seine Zukunft immer in seiner Heimat gesehen."

    Sakajew war im Jahre 2001 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft wegen Terror und wegen der Organisation von Morden an Zivilbürgern und Angehörigen der Rechtsschutzorgane zur gesamtrussischen und zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden.

    Im Jahre 2003 hatte ein Londoner Gericht Sakajews Auslieferung an Russland verweigert. Ihm wurde politisches Asyl in Großbritannien gewährt.

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