01:55 22 August 2017
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    US-Botschafter in Moskau: Neuer Abrüstungsvertrag beinhaltet auch die Raketenabwehr

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    Der neue Vertrag über die nuklearen Offensivwaffen zwischen Moskau und Washington wird voraussichtlich auch Richtlinien über die Raketenabwehr enthalten, so der US-Botschafter in Russland, John Beyrle.

    MOSKAU, 24. Juli (RIA Novosti). Der neue Vertrag über die nuklearen Offensivwaffen zwischen Moskau und Washington wird voraussichtlich auch Richtlinien über die Raketenabwehr enthalten, so der US-Botschafter in Russland, John Beyrle.

    Im Hinblick auf den jüngsten russisch-amerikanischen Gipfel sagte Beyrle am Freitagabend im Radiosender „Echo Moskwy“: „Die beiden Präsidenten haben sich in ihrer gemeinsamen Erklärung darauf geeinigt, dass es eine Verknüpfung zwischen Offensiv- und Verteidigungswaffen gibt. Ich denke, diese Verknüpfung wird sich im Vertrag, den wir am Jahresende unterzeichnen wollen, irgendwie niederschlagen“. Auf diesem Zusammenhang besteht vor allem der Kreml.

    Laut Beyrle entscheidet Washington voraussichtlich „gegen Ende Sommer oder Anfang Herbst“, ob der umstrittene US-Raketenschild in Osteuropa doch aufgebaut wird.

    Dmitri Medwedew und Barack Obama hatten sich Anfang Juli auf eine deutliche Reduzierung der nuklearen Offensivwaffen verständigt. Demnach sollen je 1.500 bis 1.675 nukleare Gefechtsköpfe und je 500 bis 1.100 deren Träger künftig den USA und Russland zur Verfügung stehen. Das gilt als Grundlage für den neuen Abrüstungsvertrag, der den Ende 2009 ablaufenden Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen ablösen soll.

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