22:19 16 Januar 2018
SNA Radio
    Politik

    Ukraine rüstet Georgien ungeachtet Moskaus Mahnungen auf

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 10

    Die Ukraine gibt zu, dass sie weiterhin Waffen an Georgien liefert und russische Beamte beeilen sich nicht, den im Januar herausgegebenen Erlass des Präsidenten Dmitri Medwedew zu erfüllen, laut dem Sanktionen gegen solche Waffenlieferanten verhängt werden sollen.

    MOSKAU, 29. Juli (RIA Novosti). Die Ukraine gibt zu, dass sie weiterhin Waffen an Georgien liefert und russische Beamte beeilen sich nicht, den im Januar herausgegebenen Erlass des Präsidenten Dmitri Medwedew zu erfüllen, laut dem Sanktionen gegen solche Waffenlieferanten verhängt werden sollen.

    Das schreibt die russische Zeitung "Wedomosti" am Mittwoch.

    Südossetiens Präsident Eduard Kokoity teilte am Montag mit, dass die USA, die Ukraine und Israel Georgien weiterhin aufrüsten. Die Ukraine verhehlt das nicht. Anfang Juli veröffentlichte die ukrainische Zeitung "Segodnja" ein Interview mit Sergej Bondartschuk, Generaldirektor vom ukrainischen Waffenexportunternehmen, in dem er sagte, dass die zuvor mit Georgien geschlossenen Verträge über Waffenlieferungen nach wie vor erfüllt werden.

    Der Erlass von Präsident Medwedew ermöglicht es, die militärtechnische Zusammenarbeit mit Ländern und Unternehmen zu verbieten, die Waffen aus sowjetischer und russischer Produktion an Georgien liefern. Die Föderale Behörde für militär-technische Zusammenarbeit hat sie zu bestimmen und die Vorschläge über Sanktionen an die Regierung zu richten.

    Auf die Frage von "Wedomosti", ob die Behörde von den Äußerungen Bondartschuks wisse und ob es eine Entscheidung gebe, irgendwelche Sanktionen gegen Ukrspezexport zu verhängen, gab sie im Laufe von zwei Wochen keine Antwort.

    Bei Ukrspezexport weigerte man sich, das zu kommentieren.

    Nach Worten des Managers eines der Betriebe der russischen Verteidigungsindustrie gibt es keine Sanktionen gegen Ukrspezexport, das Unternehmen arbeitet weiter aktiv mit russischen Partnern.

    "Nach dem Krieg im August des vorigen Jahres scheuen sich westliche Lieferanten, Waffen an Georgien zu verkaufen, ungeachtet der Bitten seines Präsidenten Michail Saakaschwili ", sagte Michail Barabanow, wissenschaftlicher Redakteur des Magazins "Waffenexport".

    "Aber die Ukraine lieferte tatsächlich Waffen auch nach dem Krieg in Erfüllung der Anfang 2008 unterzeichneten Verträge. Es geht um 20 Panzer T-72B sowie wahrscheinlich um einige Dutzend Schützenpanzerwagen 70DI und Panzerabwehrraketen Kombat.

    Die Türkei lieferte nach einem noch vor dem Krieg geschlossenen Vertrag bis zu 70 Schützenpanzerwagen Ejder an Georgien", führte der Experte aus.

    "Die Sanktionen gegen die Ukraine wegen der Waffenlieferungen sind kaum wahrscheinlich. Sie werden auch keinesfalls gegen den Betrieb ‚Motor sitsch' in Saporoschje, dem derzeit unersetzbaren Monopolisten bei den Lieferungen von Triebwerken für russische Hubschrauber, verhängt", sagte Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums für die Analyse von Strategien und Technologien.

    Nach Worten Wjatscheslaw Boguslajews, des Vorsitzenden des Aufsichtsrates von "Motor sitsch", hat der Betrieb keine Militärtechnik an Georgien geliefert und auch nicht die Absicht, dies in den nächsten 20 Jahren zu tun.

    Die Sanktionen Russlands gegen die Waffenlieferanten an Georgien hält er für richtig.