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    Ukrainische Soldaten waren beim Angriff Georgiens auf Südossetien dabei - MEHR

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    Im Südossetien-Konflikt hatten Soldaten der ukrainischen Armee und mindestens 200 Kämpfer der nationalistischen Bewegung Una-Unso auf der Seite Georgiens gekämpft.

    MOSKAU, 24. August (RIA Novosti). Im Südossetien-Konflikt hatten Soldaten der ukrainischen Armee und mindestens 200 Kämpfer der nationalistischen Bewegung Una-Unso auf der Seite Georgiens gekämpft.

    Das teilte das Ermittlungskomitee der russischen Staatsanwaltschaft am Montag mit. Nach seinen Angaben hatten die russischen Truppen, als sie die georgische Armee zum Rückzug aus Südossetien zwangen, Luftabwehr-Raketensysteme vom Typ BUK-M und OSA-AKA mit ukrainischen Kennzeichen sichergestellt. Laut den Unterlagen seien diese Systeme im Mai 2008, also zwei Monate vor dem Krieg, in der Ukraine gewartet worden, hieß es weiter.

    Im August vergangenen Jahres hatte Georgien, deren Armee davor von den USA ausgebildet und ausgerüstet war, Truppen in seine seit 1991 abtrünnige Provinz Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Als erste waren russische Friedenssoldaten dem Nachtangriff, bei dem die Provinzhauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört wurde, zum Opfer gefallen. Der Überfall kostete nach südossetischen Angaben hunderte Zivilisten das Leben, von denen viele die russische Staatsbürgerschaft hatten. Zehntausende Südosseten mussten nach Russland fliehen. Daraufhin entsandte Russland, das viele Jahre Garant der Waffenruhe im Konfliktgebiet war, seine Truppen, um die georgische Armee aus der Region zu drängen.

    Nach dem Südossetien-Konflikt hatte Russland der Ukraine mehrmals vorgeworfen, Georgien mit Waffen versorgt zu haben, die später beim Angriff auf Südossetien (s. Kriegsfotos aus dem Kaukasus) eingesetzt wurden. Kiew erwiderte darauf, dass alle Waffenlieferungen dem Völkerrecht entsprochen hätten.

    In der Ukraine wurde eine Kommission zur Untersuchung der Waffenlieferungen gebildet. Nach Angaben ihres Vorsitzenden Waleri Konowaljuk wurde beim Verkauf ukrainischer Waffen nach Georgien sowohl gegen nationale als auch internationale Gesetze verstoßen. Dem Abgeordneten zufolge waren außerdem Waffen auch nach dem Konfliktausbruch und nach dem Ende des Krieges geliefert worden. Der Erlös aus dem Waffenverkauf sei dabei an den ukrainischen Staatshaushalt gegangen. Zudem sei Staatspräsident Viktor Juschtschenko nach Angaben der Kommission in die Waffenlieferungen verwickelt.

    Chronik des Krieges in Südossetien

    Fotoreihe: Zchinwali eine Stadt, die es nicht mehr gibt

    Fotoreihe: Zurückgelassene georgische Panzer und Waffen in Südossetien

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