03:14 24 Februar 2018
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    Nach Kraftwerk-Katastrophe: Chakassien zur Ölentsorgung nicht in der Lage

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    Rettungskräfte haben über 100 Tonnen Altöl in den überschwemmten Räumen des Sajano-Schuschenskaja-Wasserkraftwerkes aufgefangen, das im Ergebnis der Havarie vom 17. August aus den Turbinen des Wasserkraftwerkes ausgeströmt war.

    KRASNOJARSK (Sibirien), 24. August (RIA Novosti). Rettungskräfte haben über 100 Tonnen Altöl in den überschwemmten Räumen des Sajano-Schuschenskaja-Wasserkraftwerkes aufgefangen, das im Ergebnis der Havarie vom 17. August aus den Turbinen des Wasserkraftwerkes ausgeströmt war.

    Wie jedoch das Zivilschutzministerium Chakassiens mitteilt, fehle der Republik jegliche Möglichkeit zur Ölentsorgung.

    Das teilte Irina Butenko, Leiterin des Pressedienstes des Ministeriums, am Montag mit.

    "In Chakassien gibt es keine einzige Einrichtung für die Entsorgung solcher Produkte. Umweltschützer bezeichnen das als einen strategischen Fehler. Im Kraftwerk war man nicht auf den Austritt von Öl gefasst", sagte Butenko.

    Ihr zufolge wurde die Ölflüssigkeit, die in den Jenissej gelangte, neutralisiert. Laut offiziellen Informationen des Zivilschutzministeriums entwichen 59 Tonnen Öl in den Jenissej.

    "Im Moment geht es um die Flüssigkeit, die momentan im Wasserkraftwerk aufgefangen wurde", fügte sie hinzu.

    Die Leiterin des Pressedienstes hob hervor, dass das gesammelte Öl in eine andere Region zur Entsorgung abtransportiert wird.

    Nach Angaben von Vertretern des Wasserkraftwerkes lagerten im Staudamm etwa 500 Tonnen Öl, das für die Turbinen gebraucht wird.

    Um die Flüssigkeit aufzufangen wurden fast zehn Kilometer Balkensperren aufgestellt und 306,5 Tonnen Sorbenten eingesetzt.

    Innerhalb einer Woche gelang es, den ganzen Ölteppich auf dem Jenissej zu liquidieren.

    In den Fischzuchtanlagen am Stausee Mainski starben etwa 400 Tonnen Forellen. Der Tod von Flussfischen im natürlichen Flussbett wurde zahlenmäßig nicht erfasst.

    Das Sajano-Schuschenskaja-Wasserkraftwerk, das größte seiner Art in Russland, wurde am 17. August nach einer katastrophalen Zerstörung des Maschinenraumes abgeschaltet.

    Nach den jüngsten Angaben kamen 69 Menschen ums Leben und weitere 15 wurden verletzt. Sechs Personen gelten noch als vermisst. Die Suche nach den Vermissten wird fortgesetzt.