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    Erstmals Frau in der iranischen Regierung

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    Das iranische Parlament hat am Donnerstag 18 der 21 Minister im Amt bestätigt, die von Präsident Ahmadinedschad nominiert worden waren. Erstmals seit der islamischen Revolution von 1979 sitzt eine Frau im Kabinett: Gesundheitsministerin Marzieh Vahid Dastgerdi.

    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Das iranische Parlament hat am Donnerstag 18 der 21 Minister im Amt bestätigt, die von Präsident Ahmadinedschad nominiert worden waren. Erstmals seit der islamischen Revolution von 1979 sitzt eine Frau im Kabinett: Gesundheitsministerin Marzieh Vahid Dastgerdi.

    Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Verweis auf iranische Medien. Der konservative Präsident Mahmud Ahmadinedschad wollte insgesamt drei Ministerposten seines neuen Kabinetts mit Frauen besetzen. Doch die Kandidatinnen für die Ressorts Bildung und Soziales scheiterten am Widerstand des Parlaments.

    Dafür stimmten die Abgeordneten für die Ernennung Ahmad Wahidis zum neuen Verteidigungsminister. Wahidi steht auf der Fahnungsliste von Interpol. Die argentinische Regierung wirft ihm vor, in einen Anschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires von 1994 verwickelt zu sein. Zum Außenminister wurde erneut Manouchehr Mottaki berufen, während der frühere Verteidigungsminister Mostafa Mohammad Najar an die Spitze des Innenministeriums wechselte. Die neue Regierung tritt bereits am Sonntag zur ersten Sitzung zusammen.

    Die Präsidentschaftswahl im Iran hatte am 12. Juni stattgefunden. Nach der Bekanntgabe des Wahlsieges von Amtsinhaber Ahmadinedschad warfen die Anhänger seines Hauptrivalen, Mirhossein Musawi, den Behörden Manipulation vor und forderten Neuwahlen. Infolge der gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Hauptstadt Teheran waren insgesamt 27 Menschen getötet und rund tausend festgenommen worden. Daraufhin ließ der iranische Wächterrat einen Teil der abgegebenen Stimmen nochmals auszählen. Die die Nachzählung ergab jedoch keine Abweichungen und bestätigte Ahmadinedschads Sieg.

    Am 3. August wurde Ahmadinedschad, der bereits eine Amtszeit hinter sich hat, von Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Chamenei im Amt bestätigt und zwei Tage später feierlich vereidigt.

     

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