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    Experte: Nato hat es schwer ohne Feindbild Sowjetunion

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    Mit dem Zerfall der Sowjetunion hat die Nato laut dem russischen Experten Fjodor Lukjanow ihr wichtigstes Anliegen verloren und ist kaum in der Lage, sich der neuen Situation anzupassen.

    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Mit dem Zerfall der Sowjetunion hat die Nato laut dem russischen Experten Fjodor Lukjanow ihr wichtigstes Anliegen verloren und ist kaum in der Lage, sich der neuen Situation anzupassen.

    Es werde kaum gelingen, ein neues strategisches Konzept der Nato bis 2010 vorzulegen: Das von der früheren US-Außenministerin Madeleine Albright geleitete Expertenteam werde diese Aufgabe wahrscheinlich nicht meistern, sagte Lukjanow, Chefredakteur der russischen Zeitschrift „Russland in der Weltpolitik“, am Donnerstag zu RIA Novosti.

    Albright und ihre Kollegen seien zu sehr an die „klassische“ Nato gewöhnt, die sich gegen die UdSSR gerichtet habe. Nach deren Zerfall sei dieses Anliegen und somit die Blütezeit der Nato jedoch vorbei.

    „Eine ideale Situation für die Nato und deren künftige Effizienz wäre, wenn Russland eine militärische Bedrohung für die Nato erzeugen würde - wie einst die Sowjetunion“, hieß es. Russland sei aber kein Feind mehr.

    Von ihrer Herkunft her sei die Nato ein regionales Bündnis. Der Versuch, die Allianz in eine globale Organisation umzuwandeln, sei gescheitert. Denn das wolle nur Washington und einigermaßen London. Die EU sei dagegen. Im europäischen Raum gebe es keine Aufgaben für solch ein mächtiges Bündnis, so Lukjanow.

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