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    Machtvakuum in Moldawien: Präsident Voronin scheidet offiziell aus dem Amt

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    Nach der Wahlniederlage seiner Partei der Kommunisten ist der moldawische Präsident Vladimir Voronin am Freitag nach acht Jahren Amtszeit offiziell zurückgetreten.

    CHISINAU, 11. September (RIA Novosti). Nach der Wahlniederlage seiner Partei der Kommunisten ist der moldawische Präsident Vladimir Voronin am Freitag nach acht Jahren Amtszeit offiziell zurückgetreten.

    Das erfuhr RIA Novosti aus dem Sekretariat des moldawischen Parlaments. Als Übergangspräsident fungiert Parlamentschef Mihai Ghimpu, der als Anhänger der Vereinigung mit Rumänien gilt. Wie Voronin am Freitag in einem Appell an die Bevölkerung sagte, tritt er "schweren Herzens" die Macht an seine Nachfolger ab und glaube nicht an deren Fähigkeit, das Land zu verwalten.

    Die politische Krise in Moldawien dauert seit der Parlamentswahl vom 5. April an, bei der die Kommunistische Partei gesiegt hatte, was zu Tumulten in Chisinau führte. Voronin setzte Neuwahlen an, bei der die Kommunisten wieder die Mehrheit erlangten. Doch auch das neue Parlament musste nach wenigen Wochen aufgelöst werden, weil es sich nicht auf einen neuen Staatspräsidenten einigen konnte. Voronin hatte bereits zwei Amtszeiten hinter sich und durfte laut Verfassung nicht mehr kandidieren.

    Im jetzigen Parlament, das am 29. Juli gewählt wurde, verfügen weder die Kommunisten noch die Opposition über die 61 Stimmen, die für die Wahl des neuen Staatspräsidenten notwendig sind. Am vergangenen Mittwoch kündigte auch die moldawische Regierungschefin Zinaida Greceanii ihren Rücktritt an. Greceanii steht Voronins Kommunistischer Partei nahe und trat bei den Parlamentswahlen auf deren Wahlliste an. Mit ihrem Rücktritt wird der Wechsel der Kommunisten von der Regierung in die Opposition besiegelt.

    Fotostrecke: Krawalle nach Parlamentswahl in Chisinau

     

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