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    Atomflot drängt auf Bau neuer kernkraftgetriebener Eisbrecher in Russland (Zusammenfassung)

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    Das russische Transportunternehmen Atomflot drängt auf den Bau neuer kernkraftgetriebener Eisbrecher.

    MURMANSK, 17. Oktober (RIA Novosti). Das russische Transportunternehmen Atomflot drängt auf den Bau neuer kernkraftgetriebener Eisbrecher.

    "Wir rechnen damit, dass die Regierung 2010 eine entsprechende Entscheidung trifft und im föderalen Haushalt für 2011 Finanzmittel dafür einplant", sagte Rosflot-Generaldirektor Wjatscheslaw Rukscha am Samstag in einem RIA-Novosti-Gespräch in Murmansk. "Mit dem Bau eines ersten Eisbrechers neuer Generation soll 2011 begonnen werden, denn die Betriebszeit der meisten Schiffe der russischen Eisbrecherflotte läuft etwa 2020 aus", begründete er die Position seiner Firma.

    Der Bau eines Eisbrechers nehme im Durchschnitt 5,5 Jahre in Anspruch. Für drei Schiffe dieser Art und eines Reparaturdocks werden nach Rukschas Schätzung rund 100 Milliarden Rubel (2,3 Milliarden Euro) erforderlich sein. "Parallel dazu bereitet Atomflot ein Programm zur Modernisierung der Infrastruktur und zum Bau zusätzlicher Objekte für die Eisbrecherflotte vor. Das Dokument soll im September 2010 bestätigt werden." Das Ziel besteht nach Rukschas Worten darin, den Schutz der Interessen Russlands in der Arktis in den nächsten 40 bis 50 Jahren zu gewährleisten.

    Atomflot ist seit 2008 Teil des Staatskonzerns Rosatom. Im August 2008 wurden Atomflot alle russischen kernkraftgetriebenen Überwasserfahrzeuge und dazu gehörende Versorgungsschiffe übergeben. Gegenwärtig sind in Russland sieben Atomeisbrecher im Einsatz: "Rossija" (seit 1985), "Sowjetski Sojus" (1989), "Jamal" (1992), "50 Jahre Sieg" und "Tajmyr" (1988), "Wajgatsch" (1990) und das eisbrechende Leichterschiff "Sewmorput" (1988).

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