10:57 24 August 2017
SNA Radio
    Politik

    USA begrüßen IAEO-Vorschlag über Uran-Anreicherung für Iran in Russland und Frankreich

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 01

    Die USA unterstützen den Vorschlag der internationalen Atomenergiebehörde IAEO, Uran für Irans Bedürfnisse in Russland und Frankreich anzureichern. Das erklärte der offizielle Sprecher des US-Außenamtes, Ian Kelly.

    WASHINGTON, 20. Oktober (RIA Novosti). Die USA unterstützen den Vorschlag der internationalen Atomenergiebehörde IAEO, Uran für Irans Bedürfnisse in Russland und Frankreich anzureichern. Das erklärte der offizielle Sprecher des US-Außenamtes, Ian Kelly.

    "Wir begrüßen diesen IAEO-Vorschlag voll und ganz", sagte er am Montag in Washington. "Wir möchten eine wesentliche Verringerung von Vorräten an angereichertem Uran im Iran sehen, das nicht nur für zivile Zwecke gebraucht werden könnte."

    Technische Verhandlungen zwischen den USA, Russland, Frankreich und Iran über die Lieferungen von Brennstoffen für den Teheraner Forschungsreaktor hatten am Montag in Wien stattgefunden.

    Für seinen Reaktor braucht Iran 116 Kilogramm zu 19,75 Prozent angereichertes Uran. Iran selbst kann eine Anreicherung von höchstens fünf Prozent erreichen. Es ist geplant, Uran aus dem Iran bis zu den erforderlichen Konditionen in Russland anzureichern. Anschließend sollen in Frankreich daraus Kernbrennstäbe hergestellt werden.

    Eine grundsätzliche Billigung dieses Schemas war bei einem Treffen von Vertretern der Sechsergruppe mit Iran am 1. Oktober in Genf erreicht worden.

    Die USA und einige andere Länder verdächtigen den Iran der Entwicklung von Kernwaffen unter dem Deckmantel eines zivilen Atomforschungsprogramms. Der UN-Sicherheitsrat hat fünf entsprechende Resolutionen angenommen und Sanktionen gegen Iran beschlossen, um es zu einem Verzicht auf die Urananreicherung zu zwingen.

    Teheran weist diese Anschuldigungen zurück und behauptet, sein Atomprogramm sei ausschließlich auf die Deckung seines Bedarfs an Energie gerichtet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren