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    China und ASEAN schaffen Freihandelszone

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    Eine Freihandelszone der ASEAN-Länder und Chinas (China and ASEAN free trade area - CAFTA) entsteht am 1. Januar 2010. Das meldet die chinesische Agentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf den Vize-Premier des Staatsrates der VR China, Li Keqiang.

    PEKING, 20. Oktober (RIA Novosti). Eine Freihandelszone der ASEAN-Länder und Chinas (China and ASEAN free trade area - CAFTA) entsteht am 1. Januar 2010. Das meldet die chinesische Agentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf den Vize-Premier des Staatsrates der VR China, Li Keqiang.

    "Das Freihandelsgebiet ASEAN-China ist ein überaus wichtiges Element der regionalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, das eine neue Etappe in der Zusammenarbeit im Handel einleiten soll", sagte Li Keqiang am Dienstag in der Stadt Nanning (autonome Region Guangxi-Zhuang) auf dem 6. China-ASEAN-Gipfel.

    Mit 1,98 Milliarden Einwohnern und dem gesamten Bruttoinlandsprodukt der Mitgliedsstaaten von nahezu sechs Billionen US-Dollar wird CAFTA das drittgrößte zollfreie Handelsgebiet der Welt. Nach dem Handelsvolumen von 1,2 Billionen US-Dollar im Jahr wird es nur der Europäischen Union und dem Nordamerikanischen Freihandels-Abkommen (NAFTA) nachstehen.

    Laut früheren Vereinbarungen wird China 90 Prozent der Waren im Handel mit den ASEAN-Ländern mit dem Null-Zoll belegen. Auch gegenseitige Investitionsprojekte und andere Kooperationsprojekte werden zu Vorzugsbedingungen umgesetzt.

    ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen) vereint heute zehn Staaten. Die Organisation war am 8. August 1967 in Bangkok gegründet worden und hatte zuerst fünf Mitglieder - Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand und die Philippinen. Späterhin traten Brunei, Vietnam, Laos, Myanmar und Kambodscha der Organisation bei.

    Im Jahr 2008 hatte der Umsatz im Außenhandel zwischen China und den ASEAN-Ländern 231,1 Milliarden US-Dollar betragen. In den ersten neun Monaten 2009 hat diese Kennzahl 150 Milliarden US-Dollar erreicht. Die gegenseitigen Investitionen belaufen sich auf 60 Milliarden US-Dollar.

    China hatte im April dieses Jahres angekündigt, den ASEAN-Ländern in drei bis fünf Jahren einen Kredit von 15 Milliarden US-Dollar einzuräumen. China beabsichtigt ferner, einen Fonds in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar für die Investitionskooperation mit der ASEAN zu bilden.

    Laut Li Keqiang "haben die Seiten eine umfassende Arbeit geleistet, um überleitende Maßnahmen zur Liberalisierung des Marktes auszuarbeiten und eine gesetzliche Basis zu schaffen, die den Marktteilnehmern neue Möglichkeiten bietet".

    Der Vize-Premier des Staatsrates forderte die ASEAN-Mitglieder auf, den gegenseitigen Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen.

    Laut Li Keqiang ist China bereit, die Kooperation mit der ASEAN beim Bau von Autostraßen, Eisenbahnen und im Kommunikationswesen auszubauen.

    Wie der amtliche Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Ma Zhaoxu, am Dienstag mitteilte, wird der Premier des chinesischen Staatsrates, Wen Jiabao, vom 23. bis 25. Oktober Thailand besuchen. Er nimmt dort an Sitzungen mit der ASEAN, China, Südkorea und Japan sowie am 4. Ostasiatischen Gipfeltreffen teil.

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