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    USA planen laut Vizeverteidigungsminister keine Raketenschilde außerhalb der Nato - MEHR

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    Die USA haben laut Vizeverteidigungsminister Alexander Vershbow nicht vor, Teile ihres neuen Raketenabwehrsystems in Staaten außerhalb der Nato zu stationieren.

    MOSKAU, 20. Oktober (RIA Novosti). Die USA haben laut Vizeverteidigungsminister Alexander Vershbow nicht vor, Teile ihres neuen Raketenabwehrsystems in Staaten außerhalb der Nato zu stationieren.

    Die USA führen diesbezüglich keine Konsultationen mit Staaten, die nicht Nato-Mitglied seien, sagte Vershbow am Dienstag während seines Besuchs in Georgien nach Angaben der Agentur Reuters.

    Vershbow war am Montag in Tiflis angekommen und hat sich bereits mit Präsident Michail Saakaschwili, Sicherheitsratssekretärin Eka Tkelaschwili und Experten getroffen. Er sicherte Georgien Unterstützung bei der Einbindung in die Nato zu.

    Am gleichen Tag hatte Georgiens Vizeaußenminister Alexander Nalbandow ein Aufstellen von Elementen der US-Raketenabwehr in seinem Land nicht ausgeschlossen. „Falls sich die USA mit dieser Bitte an uns wenden, sind wir bereit, sie zu erörtern“, sagte er.

    Davor hatte US-Außenministerin Hillary Clinton im russischen Radiosender Echo Moskaus gesagt: „Ich habe keine Gründe, davon auszugehen, dass Raketenabwehranlagen in Georgien stationiert werden sollen“. Der stellvertretende US-Generalstabschef, James Cartwright, hatte im September mitgeteilt, das Pentagon erwäge eine solche Anlage im Kaukasus, nannte dabei aber keinen konkreten Standort.

    Die frühere US-Administration unter Präsident George W. Bush wollte zehn Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren. Damals begründete die Bush-Regierung das umstrittene Vorhaben als Sicherheitsmaßnahme gegen einen eventuellen Raketenangriff durch Iran. Russland sah den Raketenschild gegen sich gerichtet, weil der Radar in Tschechien das russische Gebiet bis zum Ural-Gebirge erfassen könnte. Der neue US-Präsident Barack Obama setzte die Aufstellung des Raketenschildes in Osteuropa aus und kündigte einen Umbau des ABM-Konzepts unter Berücksichtung der russischen Sorgen an.

     

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