10:58 24 August 2017
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    Fed-Chef fordert von USA und Asien Beseitigung der Disproportionen in nationalen Wirtschaften

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    MOSKAU, 20. Oktober (RIA Novosti). Die USA und Asien müssen eine Politik ausarbeiten, die auf Verhinderung von globalen Disproportionen zwischen dem Umfang von Konsum, Einsparung und Investitionen innerhalb eines Landes - ausgerichtet ist, die sich in großen Handelsdefiziten oder -profiziten äußern.

    Dazu forderte der Chef der US-Notenbank Ben Bernanke am Montag auf.

    Laut Bernanke haben solche Missverhältnisse auf der Makroebene als eine der Hauptursachen zur weltweiten Finanzkrise geführt. Ihm zufolge muss nach dem Sturz des Dollarkurses gegenüber den anderen Schlüsselwährungen eine Finanzstrategie ausgearbeitet werden.

    "Es ist äußerst wichtig, den Glauben an unsere Wirtschaft und unsere Währung aufrechtzuerhalten", äußerte er am Montag in seiner Stellungnahme zur Situation auf den Devisenmärkten auf einer Fed-Konferenz in Santa Barbara (Kalifornien).

    Wie Bernake sagte, müssen die asiatischen Länder zur Verhinderung globaler Disproportionen auf die Orientierung auf den Export als Hauptfaktor der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung verzichten und sich auf die Entwicklung des Konsums innerhalb des Landes konzentrieren.

    "Mit der Wiederherstellung der Weltwirtschaft können erneut globale Disproportionen entstehen. Die Politiker in der ganzen Welt müssen einer solchen Entwicklung entgegenwirken", schlussfolgerte Bernanke.

    Derzeit bilden die Probleme der Disproportionen in den Handelsbilanzen und die Schwankungen der Wechselkurse eines der Hauptthemen bei den Politikertreffen der Industriestaaten.

    So haben europäische Politiker in der jüngsten Tagung der Eurogruppe, der die Finanzminister der 16 Mitgliedsländer der Eurozone angehören, die Absicht bekundet, bis zum Jahresende China zu besuchen. Sie wollen Peking überzeugen, die Politik eines billigen Yuans zu ändern, um eine der bestehenden globalen Disproportionen auszuräumen.

    Eben diese Disproportion wollen der luxemburgische Premier und Finanzminister Jean-Claude Juncker, Vorsitzender der Eurogruppe, der Chef der Europäischen Zenralbank Jean-Claude Trichet und der EU-Kommissar für Wirtschaft Joaquin Almunia im Zuge des geplanten China-Besuches besprechen.

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