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    Medwedew warnt vor Entstellung der Wahrheit über Zweiten Weltkrieg

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    Das Vergessen der Lehren des Zweiten Weltkrieges kann laut Russlands Präsident Dmitri Medwedew wieder Hass zwischen den Völkern säen.

    BELGRAD, 20. Oktober (RIA Novosti). Das Vergessen der Lehren des Zweiten Weltkrieges kann laut Russlands Präsident Dmitri Medwedew wieder Hass zwischen den Völkern säen.

    "Russland wird das nie zulassen", erklärte Medwedew am Dienstag in Belgrad. Er sprach in einer Festsitzung anlässlich des 65. Jahrestags der Befreiung Belgrads von den faschistischen deutschen Truppen.

    "Wir Kinder und Enkel jener, die unser Recht auf das Leben in einer freien Welt verteidigt haben, müssen die Wahrheit über diesen Krieg wahren. Das umso mehr, als heute Versuche unternommen werden, die Geschichte umzukrempeln, die Ereignisse jener Jahre zu entstellen und die Eroberer als Retter, die Henker als Patrioten und die Befreiungsarmee beinahe als Okkupanten hinzustellen", sagte der Präsident.

    Medwedews Serbien-Besuch ging am Dienstag mit der Unterzeichnung mehrerer bilateraler Dokumente über die Kooperation in verschiedenen Bereichen zu Ende, darunter in Energie, Sicherheit, Bildung, Sport, Jugendpolitik u.a. Dabei bekräftigte Medwedew ein weiteres Mal die unbeirrte Position Russlands zum Kosovo-Problem. "Sie können nicht daran zweifeln, dass Russland nicht von seiner Position zu Problemen abrücken wird, die für die Entwicklung Europas, der gesamten Menschheit, uns aller von prinzipieller Bedeutung sind. Das betrifft auch die territoriale Integrität Serbiens", sagte Medwedew.

    Die Gespräche zwischen Belgrad und Pristina zum Kosovo-Status unter Teilnahme der UNO und des internationalen Vermittlers Marti Ahtisaari (Finnland) waren im Jahr 2007 ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Serbien bot dem Kosovo eine umfassende Autonomie, während die albanischen Behörden in Pristina auf der Abspaltung beharrten und die Provinz zu einem eigenständigen "Staat unter internationaler Kontrolle" umwandeln wollten. Am 17. Februar 2008 rief Pristina einseitig seine Unabhängigkeit von Belgrad aus. Bislang wurde das Kosovo als eigenständiger Staat von mehre als 60 Ländern anerkannt.

    Serbien, Russland, China, Indien, Spanien und einige andere Länder weigern sich kategorisch, das Kosovo anzuerkennen. Der einseitige Schritt zur Ausrufung der Unabhängigkeit Pristinas von Belgrad sei nach ihrer Ansicht nicht legitim und stelle einen groben Verstoß gegen das Völkerrecht dar.

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