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    Haftstrafe für kasachischen Menschenrechtler wegen Autounfall: US-Botschaft besorgt

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    ASTANA, 22. Oktober (RIA Novosti). Die US-Botschaft in Kasachstan ist über den Beschluss des Gebietsgerichts von Alma-Ata besorgt, die vierjährige Freiheitsstrafe gegen den Chef des Büros für Menschenrechte, Jewgeni Schowtis, wegen eines Verkehrsunfalls mit einem Toten in Kraft zu belassen.

    Wie die Botschaft am Donnerstag mitteilte, wurde die gegen das Gerichtsurteil eingelegte Berufung abgewiesen. Schowtis war am 3. September wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall schuldig gesprochen und zu vier Jahren Verbannungskolonie verurteilt worden.

    Laut der Botschaft waren nach der Gerichtsverhandlung in erster Instanz "glaubwürdige Vermutungen in Bezug auf Prozessverstöße angestellt worden, die bei den Berufungsanhörungen nicht ausgeräumt werden konnten".

    "Wir ersuchen die Behörden von Kasachstan nachdrücklich, die bevorstehende Aufsichtsverhandlung zu diesem Fall entsprechend den Gesetzen der Republik Kasachstan und entsprechend ihrer Verpflichtung durchzuführen, die völkerrechtlichen Standards der Rechtsprechung einzuhalten", so die Botschaft.

    Schowtis hatte am 26. Juli auf der Autostraße Karoi - Almaty mit dem Auto einen Fußgänger erfasst, der an der Unfallstelle an seinen Verletzungen starb.

    Schowtis selbst gab an, mit einer Geschwindigkeit von rund 80 Stundenkilometer gefahren zu sein. Unerwartet sei ein Mann vor das Auto gelaufen, so dass er habe weder bremsen noch ausweichen können.

    Wie der Sprecher des kasachischen Innenministeriums, Kuanyschbek Schumanow, früher mitgeteilt hatte, hatte der Fahrer laut den Ergebnissen einer medizinischen, einer physikalisch-technischen und einer autotechnischen Gerichtsexpertise die Möglichkeit gehabt, den Unfall zu verhindern.

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