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    Obama plant Besuche in Hiroshima / Nagasaki und vergleicht Hatoyamas Politik mit Erdbeben

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    US-Präsident Barack Obama will noch vor Ablauf seiner Amtszeit Hiroshima und Nagasaki besuchen, über die im August 1945 amerikanische Atombomben abgeworfen wurden, und vergleicht Wandlungen in Japans Politik unter Premier Hatoyama mit einem Erdbeben.

    TOKIO, 10. November (RIA Novosti). US-Präsident Barack Obama will noch vor Ablauf seiner Amtszeit Hiroshima und Nagasaki besuchen, über die im August 1945 amerikanische Atombomben abgeworfen wurden, und vergleicht Wandlungen in Japans Politik unter Premier Hatoyama mit einem Erdbeben.

    Bei seinem ersten Japan-Besuch, der für den 13. und 14. November angesetzt ist, kann Obama wegen seines dicht gefüllten Aufenthaltsprogramms diese beiden japanischen Städte nicht besuchen.

    In einem Interview für die japanische TV-Gesellschaft NHK äußerte der US-Präsident sein Bedauern darüber sowie die Hoffnung, die beiden Städte noch während seiner Amtszeit als Präsident besuchen zu können.

    Auf Hiroshima und Nagasaki fielen am 6. bzw. 9. August 1945 US-amerikanische Atombomben. Das ist bislang der einzige Fall der Anwendung von Atomwaffen in einem Krieg gewesen. Mehr als 200 000 Menschen fielen den atomaren Luftangriffen zum Opfer.

    Zum bevorstehenden Japan-Besuch sagte Obama, die Partnerbeziehungen zwischen Washington und Tokio bildeten "das Kernstück der Kontakte zwischen den USA und der asiatischen Region".

    "Ich möchte zusammen mit dem Premier Japans, Yukio Hatoyama, die Partnerschaftsbeziehungen der USA und Japans im 21. Jahrhundert konsequent erneuern und festigen", sagte der US-Präsident.

    Er lobte die Wandlungen, die in Japan nach dem Amtsantritt der Regierung Hatoyama eingetreten sind. "Premier Hatoyama hat beispiellose Wandlungen in Japan vollzogen. Das war ein Erdbeben in der Politik", sagte der US-Präsident.

    Obama ging auf die Differenzen hinsichtlich der Verlagerung des US-Luftwaffenstützpunktes von Futemma auf Okinwa in den Raum der Stadt Nago ein, die ebenfalls auf dieser Pazifikinsel gelegen ist. Der US-Präsident äußerte die Hoffnung, dass die japanische Regierung nach einer Revision verschiedener Aspekte der Politik doch noch zu dem Schluss gelangen werde, dass die Einhaltung des geltenden bilateralen Abkommens den Interessen Japans entspreche.

    Das Interview war das erste Gespräch des US-Präsidenten mit einem japanischen Medium.

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