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    Iranisches Uran möglicherweise in Türkei anreichern

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    Vertreter Irans und der Türkei haben die Verhandlungen über höhere Anreicherung von iranischem Uran auf türkischem Territorium durchgeführt.

    ANKARA, 10. November (RIA Novosti). Vertreter Irans und der Türkei haben die Verhandlungen über höhere Anreicherung von iranischem Uran auf türkischem Territorium durchgeführt.

    Das offizielle Teheran kann in den entsprechenden Vorschlag des Generaldirektors der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) Mohammed ElBaradei einwilligen, schreibt die Zeitung "Milliet" am Dienstag.

    Nach Angaben der Zeitung fanden die Verhandlungen am Montag in Istanbul statt, wo eine von Präsident Mahmud Ahmadinedschad geleitete Delegation der Islamischen Republik Iran eintraf.

    Die "Milliet" erinnert daran, dass der IAEO-Chef die Initiative, Uran für höhere Anreicherung an ein Drittland, unter anderem an die Türkei zu übergeben, mit dem Iran gute Beziehungen unterhält, am 6. November unterbreitet hat.

    Dies wurde getan, nachdem die iranischen Behörden den Vorschlag der sechs internationalen Vermittler (die UN-Vetomächte plus Deutschland), Uran an Russland zu übergeben, zurückgewiesen hatten.

    Laut Plan wird Iran 900 Kilogramm seines niedrig angereicherten Urans (von insgesamt 1200 Kilogramm) zwecks höherer Anreicherung an die Türkei schicken. Von dort soll der Rohstoff nach Frankreich kommen, wo daraus Brennstäbe für Atomkraftwerke hergestellt werden. Anschließend werden sie an die türkische Seite zurückgeliefert und danach an Iran übergeben.

    Offizielle Persönlichkeiten der Türkei ließen bisher nichts über die Ergebnisse der Verhandlungen mit iranischen Vertretern verlautbaren.

    Informationen über die Möglichkeit für höhere Anreicherung von iranischem Uran in der Türkei waren in türkischen Medien bereits zu einem früheren Zeitpunkt erschienen. Darüber hatte unter anderem die Zeitung "Hürriyet" im Januar geschrieben, die darauf verwies, dass die Einrichtung eines Zentrums für höhere Urananreicherung in der Türkei zur Beilegung des Konflikts zwischen Washington und Teheran um das iranische Atomprogramm beitragen könnte.

    Die USA und eine Reihe anderer westlicher Länder bezichtigen Iran der Entwicklung von Kernwaffen unter dem Deckmantel eines Programms zur friedlichen Nutzung der Atomenergie.

    Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete fünf Resolutionen, verhängte Sanktionen gegen Iran und fordert den Verzicht auf Urananreicherung.

    Teheran weist alle Anschuldigungen zurück und behauptet, dass sein Atomprogramm ausschließlich auf die Deckung der Bedürfnisse der Stromversorgung ausgerichtet sei.

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