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    Russland will CO2-Emission um 25 statt 15 Prozent reduzieren

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    Russland will sich beim bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen die Verpflichtung eingehen, die Emission von Kohlendioxid (CO2) zum Jahr 2020 um 25 statt bislang angekündigte 15 Prozent zu verringern.

    STOCKHOLM/BRÜSSEL, 18. November (RIA Novosti). Russland will sich beim bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen die Verpflichtung eingehen, die Emission von Kohlendioxid (CO2) zum Jahr 2020 um 25 statt bislang angekündigte 15 Prozent zu verringern.

    Das sagte ein Mitglied der russischen Delegation zum EU-Russland-Gipfel am Mittwoch in Stockholm. Zudem habe Medwedew die Absicht bekundet, die Energieeffizienz der Produktion in Russland um etwa 40 Prozent zu erhöhen, hieß es.

    Die Angaben wurden von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso nach Abschluss des Gipfeltreffens in der schwedischen Hauptstadt bestätigt. Auf einer Pressekonferenz sagte er: "Im Vorfeld der Klimakonferenz in Kopenhagen, die in zwei Wochen stattfindet, wurde heute ein wichtiger Fortschritt erzielt. Ich begrüße das von Präsident Medwedew gesendete Signal, die CO2-Emissionen in die Atmosphäre um 20 bis 25 Prozent zu vermindern."

    Bei dem Gipfel in Kopenhagen sollen die Teilnehmerländer ein neues internationales Abkommen abstimmen, das das so genannte Kyoto-Klimaschutzprotokoll ersetzen soll, das 2010 abläuft.

    Die EU-Länder haben sich zu einer Verminderung um 20 Prozent bis 2020 verpflichtet und wollen dies auf 30 Prozent erweitern, wenn auch andere maßgebliche Länder das tun. Im Juli dieses Jahres hatte Medwedew beim G8-Gipfel im italienischen Aquila die Bereitschaft Russlands bekundet, die Emissionen zum Jahr 2020 um 10 bis 15 Prozent und 2050 mindestens um 50 Prozent zum Stand von 1990 zu reduzieren.

    Experten weisen indes darauf hin, dass der CO2-Ausstoß in Russland schon jetzt 30 Prozent unter dem Niveau von 1990 liege, also deutlich besser als die bisherige Verpflichtung von 10 bis 15 Prozent. "Das bedeutet im Grunde genommen, dass unser Land überhaupt nicht reduzieren muss, sondern einige Zeit sogar noch zulegen darf", sagte der Wissenschaftler Oleg Anissimow vom staatlichen Dienst für Meteorologie und Umweltkontrolle.

    CO2-Ausstoß als Folge der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. INFOgraphiken

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