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    EU auf eventuelle Gaskrisen gefasst - Expertengruppe

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    Die Europäische Union (EU) ist auf eventuelle Gaskrisen gefasst.

    BRÜSSEL, 18. November (RIA Novosti). Die Europäische Union (EU) ist auf eventuelle Gaskrisen gefasst.

    Das wurde am Mittwoch in Brüssel nach einer Sitzung der Erdgas-Koordinierungsgruppe der EU mitgeteilt. Experten der Gruppe gelangten zum Schluss, dass es in diesem Winter keine Engpässe bei der Gasversorgung Europas geben wird.

    "Die Gruppe wies in ihrer Sitzung darauf hin, dass die Gasspeicher in fast allen EU-Ländern gefüllt sind", hieß es. Die EU-Führung beauftragte die Gruppe, Szenarien für den Fall von Sondersituationen sowie für die Koordinierung auf der Ebene der EU und ganz Europas durchzuarbeiten. Die Gruppe tritt wieder am 14. Dezember zusammen.

    Am Montag hatte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs in einem Interview des Fernsehsenders Russia Today mitgeteilt, dass Europa seine Gasspeicher zu 100 Prozent gefüllt und einen Aktionsplan für den Fall von Gasliefer-Engpässen erstellt hatte. "Wir haben auch mehr Möglichkeiten für die Versorgung von Ländern vorgesehen, die keine ausreichenden Gasspeicherkapazitäten haben ... Ich glaube, dass Russland Pläne hat, die Gaslieferungen aufzustocken, sollte es zu Problemen mit einer Gaspipeline kommen. Im Januar soll der Gastransit via Pipeline Jamal-Europa gesteigert wreden. Wichtig ist, dass sich beide Seiten wieder einigen, damit der Endkunde sich in Sicherheit fühlt", sagte der Kommissar.

    Piebalgs wies Presseberichte zurück, nach denen die EU Kiew eine Milliarde US-Dollar für die Bezahlung russischer Gasrechnungen versprochen habe. "Wir haben bislang nie fürs Gas bezahlt, das in der Ukraine verbraucht wird. Davon kann keine Rede sein", betonte der Kommissar.

    Zuvor hatten Russland und die EU ein Frühwarnsystem zur Verhinderung von Energie-Engpässen in Europa vereinbart. Der Mechanismus sieht die sofortige Alarmierung über jede wahrscheinliche Störung der Lieferung von Öl, Gas, Kohle oder Elektrizität vor. Ein entsprechendes Memorandum wurde von Piebalgs und dem russischen Energieminister Sergej Schmatko am Montag in Moskau unterzeichnet.

    Am 1. Januar dieses Jahres hatte Russland dem benachbarten Transitland Ukraine wegen unbezahlter Rechnungen den Gashahn zugedreht. Am 7. Januar machte Kiew die Transitleitungen dicht, wodurch zeitweise auch die Gasversorgung einiger EU-Länder unterbrochen wurde. Der Gastransit konnte erst am 20. Januar nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Regierungschefs Russlands und der Ukraine wiederaufgenommen werden. Die Gespräche in Moskau gingen mit der Unterzeichnung von zehnjährigen Gasversorgungsverträgen zwischen Gazprom und dem ukrainischen Energiekonzern Naftogaz zu Ende.

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