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    IAEO-Chef hofft auf Vereinbarung mit Iran zu Kernbrennstoff bis Jahresende

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    Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) Mohammed ElBaradei hofft bis zum Jahresende mit dem Iran ein Abkommen zum Kernbrennstoff zu schließen, teilt Reuters am Freitag mit.

    MOSKAU, 20. November (RIA Novosti). Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) Mohammed ElBaradei hofft bis zum Jahresende mit dem Iran ein Abkommen zum Kernbrennstoff zu schließen, teilt Reuters am Freitag mit.

    Auf einer Pressekonferenz in Berlin, die der Beendigung der dritten Amtszeit des IAEO-Chefs gewidmet war, sagte ElBaradei, dass die Anwendung von Sanktionen gegen Iran seiner Meinung nach nicht wünschenswert sei. Denn sie könnten eine negative Reaktion Teherans auslösen.

    Zuvor hatte der Iran auf den IAEO-Vorschlag verzichtet, der von den sechs internationalen Vermittlern (Russland, USA, Großbritannien, China, Frankreich und Deutschland) gebilligt wurde. Dieser Vorschlag prädestiniert die Ausfuhr von etwa 80 Prozent des niedrig angereicherten Urans aus der Islamischen Republik zwecks einer höheren Anreicherung in Russland und die Produktion von Brennstäben für den Forschungsreaktor in Teheran.

    Nach der Weigerung Irans startete ElBaradei die Initiative, Uran zur Aufbewahrung und Nachreicherung an ein Drittland, unter anderem an die Türkei zu übergeben, mit der Iran gute Beziehungen aufrechterhält.

    Diesem Plan zufolge soll Iran 900 Kilogramm seines niedrig angereicherten Urans, dessen Gesamtvorräte 1200 Kilogramm ausmachen, zur Aufbewahrung und Nachreicherung an die Türkei schicken.

    Es ist geplant, den Rohstoff aus der Türkei nach Frankreich zu liefern, wo daraus Brennstäbe für Atomkraftwerke produziert und anschließend an Iran zurück gegeben werden.

    Im November wurde der Bericht des IAEO-Chefs darüber veröffentlicht, dass Iran mit der Organisation bei der Klärung dieser Fragen nicht zusammenarbeite, die bei der Weltgemeinschaft Besorgnis über eine mögliche militärische Komponente des iranischen Atomprogramms auslösen.

    „Die Erläuterungen Irans bezüglich des Charakters und der Ziele des zweiten Werkes für Urananreicherung, dessen Existenz erst vor zwei Monaten bekannt wurde, erfordert zusätzliche Klarheit“, heißt es im Bericht.

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