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    MI-6-Chef macht Russland für Irak-Krieg verantwortlich

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    Russland hat wegen seiner Geschäftsinteressen eine friedliche Lösung des Irak-Konfliktes vereitelt, behauptet der Chef des britischen Geheimdienstes MI-6, John Sawers.

    MOSKAU, 11. Dezember (RIA Novosti). Russland hat wegen seiner Geschäftsinteressen eine friedliche Lösung des Irak-Konfliktes vereitelt, behauptet der Chef des britischen Geheimdienstes MI-6, John Sawers.

    Britische Medien kommentierten am Freitag die öffentliche Anhörung zum Irak-Krieg, bei der am Donnerstag auch Sawers befragt wurde.

    Russland sei für das Scheitern „vernünftiger Sanktionen“ gegen Saddam Hussein im Jahr 2001 verantwortlich gewesen, zitierte der russische Dienst der BBC den derzeitigen MI-6-Chef, der damals als Außenpolitik-Berater des britischen Premiers fungiert hatte.

    Die russische Delegation habe damals den Vorschlag abgelehnt, den Export waffenfähiger Waren in den Irak zu verbieten. „Wie ranghohe Russen uns verrieten, bestand der wahre Grund darin, dass sie um ihre Geschäftsinteressen im Irak besorgt waren“, so Sawers.

    „Die Iraker drohten, ihre Verträge mit Russland zu brechen, wenn Moskau neuen Sanktionen zustimmen sollte. Deshalb drohten die Russen wiederum mit einem Veto, wenn wir eine Resolution mit diesen Sanktionen einbringen sollten“, hieß es.

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