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    Nauru will Südossetien anerkennen

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    Nach Russland, Nicaragua und Venezuela will auch der pazifische Zwergstaat Nauru Georgiens ehemalige Provinz Südossetien offiziell anerkennen.

    MOSKAU, 13. Dezember (RIA Novosti). Nach Russland, Nicaragua und Venezuela will auch der pazifische Zwergstaat Nauru Georgiens ehemalige Provinz Südossetien offiziell anerkennen.  

    Das Parlament der Republik Nauru werde noch während seiner Wintertagung darüber abstimmen, kündigte der naurische Außen- und Finanzminister Kieren Keke am Samstag während seines Besuches in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali an.

    Außerdem werde Nauru anderen Pazifikstaaten empfehlen, Südossetien anzuerkennen, sagte Keke nach Angaben des südossetischen Medienministeriums. Während seines Besuches habe er sich ein eigenes Bild über die Folgen der georgischen Aggression von 2008 gemacht.

    In Zchinwali war Keke von Außenminister Murat Dschiojew und Wirtschaftsminister Alexander Schmailo empfangen worden.

    Nauru ist ein Inselstaat im südwestlichen Pazifik. Nach Fläche (21,30 km2) und Einwohnerzahl (knapp 15 000 Einwohner) ist Nauru hinter dem Vatikan und Monaco der drittkleinste Staat der Erde.

    Südossetien und der anderen kaukasischen De-facto-Staat, Abchasien, waren 2008 von Russland und dann auch von Nicaragua anerkannt worden. Der Anerkennung war ein Überfall der georgischen Armee auf Südossetien vom 8. August vorausgegangen, der zahlreiche Zivilisten und Dutzende russische Friedenssoldaten das Leben kostete und nur mit Hilfe der russischen Truppen abgewehrt werden konnte. In diesem Herbst erkannte auch Venezuela nach einem Moskau-Besuch von Präsident Hugo Chavez Südossetien an.

    Fotoreihe: Russischer Militärstützpunkt in Zchinwali

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