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    Experte: Benzin als US-Druckmittel gegen Iran scheitert an China

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    MOSKAU, 16. Dezember (RIA Novosti). Der vom US-Repräsentantenhaus gebilligte Gesetzentwurf zur Einschränkung der Benzin-Exporte an Iran ist kein wirksames Druckmittel, sagte der russische Experte Wladimir Jewsejew und wies auf ein anderes Instrument hin.

    Washington versuche seit langem, die Benzinlieferungen an Iran zu beeinflussen und die Islamische Republik somit mehr unter Druck zu setzen, sagte der Experte vom russischen Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen am Mittwoch in einem RIA-Novosti-Gespräch im Hinblick auf den am Dienstag gebilligten US-Entwurf.

    Die Amerikaner hätten unter anderem ihre Zusammenarbeit mit einem indischen und einem britischen Unternehmen unterbrochen, die Iran belieferten. Dadurch habe die Islamische Republik 40 Prozent ihrer Benzin-Importe eingebüßt.

    China habe jedoch diesen Verlust mit seinen Lieferungen wettgemacht. Bei Bedarf sei China in der Lage, Iran komplett mit Benzin zu beliefern. Ohne Pekings Zustimmung werde deshalb jede Einschränkung von Benzinexporten scheitern.

    Ein effizienteres Instrument wäre laut Jewsejew die internationale Frachtversicherung. Wenn sie ausfalle, bekomme Iran Probleme bei seinen Importen und Exporten. Da hänge aber ebenfalls viel von der Regierung in Peking ab. Diese wartet jetzt aber ab, um wirtschaftliche Folgen zu prüfen.

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