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    Streit um Nordkorea-Atomprogramm (236)
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    Russland unterstützt fortgesetzte Sanktionen des UN-Sicherheitsrates gegen Nordkorea, solange Pjöngjang nicht auf das Atomprogramm verzichtet.

    MOSKAU, 17. Dezember (RIA Novosti). Russland unterstützt fortgesetzte Sanktionen des UN-Sicherheitsrates gegen Nordkorea, solange Pjöngjang nicht auf das Atomprogramm verzichtet.

    Das teilte der russische Vizeaußenminister Alexej Borodawkin nach Konsultationen mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Wi Song-nak mit.

    "Wir halten uns an die Resolution 1784 des UN-Sicherheitsrates. Die Sanktionen gegen Nordkorea müssen erfüllt werden", sagte er.

    Dabei erinnerte Borodawkin daran, dass in dieser Resolution die Aufhebung der Sanktionen gegen Nordkorea vorgesehen ist, wenn Pjöngjang die Forderungen der Weltgemeinschaft erfüllt und auf das Atomprogramm verzichtet.

    Nach den Worten des russischen Vizeaußenministers ist die Logik der atomaren Abschreckung, an der Nordkorea festhält, für Russland inakzeptabel.

    "Die Sicherheit Pjöngjangs muss mit völkerrechtlichen Normen gewährleistet werden", sagte er.

    Der US-Sondervertreter für Nordkorea Stephen Bosworth teilte am Mittwoch mit, dass sich die Sechser-Länder in ihrer Einstellung zum nordkoreanischen Problem einig sind. Nach seinen Worten unterstützten Seoul, Peking, Tokio und Moskau eine Fortsetzung der Sanktionen gegen Nordkorea.

    Bosworth, der in der ersten Dezember-Dekade fast drei Tage in Pjöngjang verbracht hatte, sagte, dass die Frage der Rückkehr Nordkoreas in die Verhandlungen bisher offen sei.

    An den sechsseitigen Verhandlungen zum Atomproblem der Koreanischen Halbinsel nehmen China, Russland, die USA, Japan, die Republik Korea und Nordkorea teil. Die Verhandlungen ruhen seit Dezember 2008.

    Die nordkoreanischen Atomwaffentests vom 25. Mai machten die Lage noch komplizierter.

    Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete am 12. Juni eine Resolution, die neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt und frühere verschärft. Die Resolution sieht unter anderem internationale Sanktionen gegen die nordkoreanische Führung, eine Verschärfung des Waffenembargos und die Kontrolle von Schiffen auf hoher See vor, die des Transports verbotener Güter nach Nordkorea verdächtigt werden.

    Im Juli dieses Jahres testete Nordkorea eine Reihe von Kurzstreckenraketen.

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