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    Gaidar opferte Karriere, um Russland zu retten - Experten

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    Der russische Reformer Jegor Gaidar hat in den 1990er Jahren seine politische Karriere geopfert, um unpopuläre Reformen durchzuführen. Darum ging es am Mittwoch auf einer Konferenz zum Andenken an den am Mittwoch verstorbenen Politiker.

    MOSKAU, 17. Dezember (RIA Novosti). Der russische Reformer Jegor Gaidar hat in den 1990er Jahren seine politische Karriere geopfert, um unpopuläre Reformen durchzuführen. Darum ging es am Mittwoch auf einer Konferenz zum Andenken an den am Mittwoch verstorbenen Politiker.

    Gaidar habe die Verantwortung für Reformen, die unumgänglich zu schweren Folgen führen mussten, auf sich genommen, weshalb er in der Öffentlichkeit als Sündenbock gelte, sagte Jewgeni Jassin, wissenschaftlicher Leiter der Moskauer Hochschule für Wirtschaft. Dem Experten zufolge hatte Gaidar Russland, das auf dem Weg in den Abgrund war, auf einen Weg gebracht, der eine "zivilisierte Entwicklung" ermöglicht.

    Ähnlich äußerte sich der Präsident der Bank "Russian Financial Corporation", Andrej Netschajew: Gaidar habe wohl verstanden, dass man ihn wegen der schweren und unpopulären Reformen verdammen wird. "Und er habe bewusst diesen Weg beschritten und seine Zukunft als Politiker durchkreuzt."

    Dem Präsidenten der Alfa-Bank, Pjotr Awen, zufolge war Gaidar in den vergangenen 20 Jahren als Politiker und Reformer nicht mehr gefragt. "Viele hassen Gaidar wegen seiner Reformen. Und das zu Unrecht. Nicht nur, weil er Hungersnot und Krieg verhindert hat." Anders als die anderen habe Gaidar keine Angst vor Reformen gehabt, was damals am wichtigsten gewesen sei.

    Fotoreihe: Der namhafte Wirtschaftsexperte und Politiker Jegor Gaidar

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