22:20 21 Februar 2018
SNA Radio
    Politik

    Arabisch-israelischer Konflikt ist Ursache für Instabilität im Nahen Osten - Experte

    Politik
    Zum Kurzlink
    Konferenz „Nahost-2020: Ist eine allgemeine Regelung moglich?" (7)
    0 0 0

    Russland sieht in dem immer noch nicht gelösten arabisch-israelischen Konflikt die Hauptursache für die Instabilität im Nahen Osten und warnt vor einem Verfall der militärpolitischen Situation angesichts der Stagnation im Friedensprozess.

    AL-SUWEIMA (Jordanien), 22. Dezember (RIA Novosti). Russland sieht in dem immer noch nicht gelösten arabisch-israelischen Konflikt die Hauptursache für die Instabilität im Nahen Osten und warnt vor einem Verfall der militärpolitischen Situation angesichts der Stagnation im Friedensprozess.

    Diese Auffassung vertrat der Nahost-Beauftragte des russischen Präsidenten und Vizeaußenminister Alexander Saltanow am Dienstag bei einem Expertenforum im Rahmen der internationalen Konferenz „Nahost-2020: Ist eine umfassende Regelung möglich?“ im jordanischen Al-Suweima.

    Der Diplomat rief dazu auf, nach einem Weg aus dieser angespannten Situation zu suchen, wobei das Nahost-Quartett (UNO, EU, Russland, USA) eingesetzt und die Konfliktseiten von einseitigen Handlungen absehen müssten.

    „Die Hauptursache für die chronische Instabilität in der Region und für das chronische Fehlen von Sicherheit liegt in dem ungelösten arabisch-israelischen Konflikt… Ohne Hilfe für die Araber und die Israelis von außen wäre es recht schwierig, eine Einigung zu erzielen. Wir gehen davon aus, dass das ‚Quartett’ bei aller Kritik eine effektivere und vom praktischen Standpunkt aus aktivere Rolle spielen muss“, so der Experte.

    Dennoch komme es vor allem auf die Konfliktseiten selbst an, die von einseitigen Schritten absehen müssten, welche gerade die für die Verhandlungen äußerst notwendige Atmosphäre des Vertrauens stören würden, sagte der Diplomat.

    Hinsichtlich Israels gehe es vor allem um die Siedlungstätigkeit, die von der arabischen Seite als “eine Politik der vollendeten Tatsachen“ aufgenommen werde, die den Palästinensern „immer weniger Chancen für den Besitz von Territorien gibt, in denen sie einen lebensfähigen Staat gründen könnten“.

    Zugleich „rufen einseitige Schritte und erst recht gewaltsame Handlungen bei den israelischen Bürgern das Gefühl hervor, dass die Unversöhnlichkeit erhalten bleibt. Das hat auch eine Auswirkung auf die Politiker“, sagte Saltanow.

    Fotoreihe: Internationale Konferenz "Nahost 2020" in Jordanien

    Themen:
    Konferenz „Nahost-2020: Ist eine allgemeine Regelung moglich?" (7)