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    Nato-Truppe verbleibt noch in Afghanistan - Rasmussen

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    Die Beziehungen zwischen der Nato und Afghanistan haben einen langfristigen strategischen Charakter und die Nato verlässt Afghanistan solange nicht, bis dessen Sicherheitskräfte selbständig die Ruhe auf dem gesamten Territorium des Landes gesichert haben.

    KABUL, 22. Dezember (RIA Novosti). Die Beziehungen zwischen der Nato und Afghanistan haben einen langfristigen strategischen Charakter und die Nato verlässt Afghanistan solange nicht, bis dessen Sicherheitskräfte selbständig die Ruhe auf dem gesamten Territorium des Landes gesichert haben.

    Das sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Dienstag in Kabul auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Staatspräsident Hamid Karsai.

    Wie Rasmussen, der unangekündigt nach Afghanistan gekommen war, sagte, hat er eine Botschaft an das afghanische Volk mitgebracht, die drei wichtige Punkte umfasst.

    Erstens, die Nato-Truppe wird noch für den Zeitraum in Afghanistan bleiben, der erforderlich ist, um die afghanische nationale Armee und die Sicherheitskräfte neu auszurüsten und sie kampffähiger zu machen, damit sie ohne Hilfe der nordatlantischen Allianz Ruhe im Land sichern könnten.

    Zweitens, der Termin für den Abzug des Nato-Kontingentes aus Afghanistan ist zeitlich nicht festgelegt. Der Truppenabzug erfolgt erst, wenn die afghanischen Sicherheitskräfte bis zu einem Maße gestärkt sind, wo sie selbständig Rebellen entgegenwirken und die Sicherheit gewährleisten können.

    Drittens, die Nato wird den afghanischen Streitkräften die Verantwortung für die Gewährleistung der Sicherheit übertragen, und zwar nicht mit einem Mal, sondern schrittweise - Provinz für Provinz.

    Laut Rasmussen begrüßt die Nato die Mitgliederliste des neuen afghanischen Ministerkabinetts, die dem afghanischen Parlament zur Erörterung und Bestätigung vorgelegt wurde.

    Wie Karsai äußerte, haben seine heutigen Verhandlungen mit dem Nato-Generalsekretär die Gewährleistung der Sicherheit auf dem Territorium Afghanistans, die Ausbildung und die Erhöhung der Gefechtsfähigkeit der afghanischen Armee, den Wiederaufbau in den Provinzen, die Arbeit ziviler Nato-Fachleute in Afghanistan und die Einberufung einer internationalen Afghanistan-Konferenz Ende Januar in London betroffen.

     

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