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    Ukrainischer Abgeordneter will ukrainische UN-Delegation abberufen und gegen Nazismus stimmen

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    Der Abgeordnete des ukrainischen Parlaments Leonid Gratsch hat seine Parlamentskollegen aufgefordert, die UN-Delegation des Landes aus New York abzuberufen, da sie nicht für die UN-Resolution gegen Nazismus gestimmt hat.

    KIEW, 22. Dezember (RIA Novosti). Der Abgeordnete des ukrainischen Parlaments Leonid Gratsch hat seine Parlamentskollegen aufgefordert, die UN-Delegation des Landes aus New York abzuberufen, da sie nicht für die UN-Resolution gegen Nazismus gestimmt hat.

    In der Resolution, die die UN-Vollversammlung am 18. Dezember angenommen hat, äußert die UNO ihre Besorgnis über die "Verherrlichung der Nazi-Bewegung und der ehemaligen Mitglieder der Waffen-SS, darunter die Errichtung von Denkmälern und die Durchführung von öffentlichen Demonstrationen."

    Insgesamt 127 Staaten, darunter alle GUS-Staaten außer der Ukraine und Moldawien, haben die Resolution unterstützt. Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan sind einige der 25 Mitverfasser dieser Resolution. Die EU-Länder enthielten sich der Stimme. Die USA votierten dagegen.

    "Wir, die ukrainischen Volksabgeordneten, müssen gegen die ukrainische UN-Delegation protestieren. Die Abgeordneten müssen die Schuld dieser ukrainischen Delegation gegenüber dem Volk der Ukraine bereinigen, damit dieser Makel nicht auf das ganze Volk fällt. Wir müssen, wenn schon nicht juristisch, dann wenigstens politisch unsere 300 Stimmen für die Resolution abgeben", sagte Gratsch, der der Fraktion der Kommunistischen Partei angehört.

    Der Politiker rief alle ukrainischen Parlamentarier auf, ihre staatsbürgerliche Position zum Ausdruck zu bringen und ihre tiefste Empörung über die Vernichtung des Denkmals für die Opfer des Zweiten Weltkrieges in Georgien zu äußern.

    Im postsowjetischen Raum sind bereits mehrere Denkmäler für im Zweiten Weltkrieg gefallene sowjetische Soldaten abgerissen worden. Im April 2007 hatten die Behörden in Tallinn das sowjetische Kriegsdenkmal "Bronzesoldat" abgetragen und die am Denkmal begrabenen sowjetischen Soldaten umgebettet, die im Zweiten Weltkrieg bei der Befreiung Estlands von der deutschen Wehrmacht gefallen waren. Tausende Menschen gingen auf die Straße, um gegen das Vorgehen der Behörden zu protestieren. Die Sicherheitskräfte setzten gegen die Demonstranten Gewalt ein. Bei den Massenkrawallen wurden 160 Menschen verletzt, ein Russe wurde getötet.

    Am 19. Dezember wurde im georgischen Kutaissi ein Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges gesprengt, dabei sind zwei Menschen gestorben - eine Mutter und ihre achtjährige Tochter. An der Stelle des Monuments will Georgien ein Parlamentsgebäude errichten.

     

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