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    In Georgien gesprengtes Kriegsdenkmal wird in Moskau wiederhergestellt (Zusammenfassung)

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    Das in der georgischen Stadt Kutaissi auf Befehl von Präsident Michail Saakaschwili am Samstag gesprengte Kriegsdenkmal wird in Moskau wiederhergestellt.

    MOSKAU/TIFLIS, 22. Dezember (RIA Novosti). Das in der georgischen Stadt Kutaissi auf Befehl von Präsident Michail Saakaschwili am Samstag gesprengte Kriegsdenkmal wird in Moskau wiederhergestellt.

    Der Wiederaufbau werde von der georgischen Diaspora in Russland finanziert, teilte der Verband der Georgier Russlands am Dienstag mit. "Der Verband hat bereits Verhandlungen mit Bildhauer Merab Berdsenischwili wiederaufgenommen, der das Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gestorbenen georgischen Soldaten errichtet hatte. Die Stadtbehörden von Moskau billigten bereits die Idee", heißt es in der Mitteilung.

    Berdsenischwili sagte am Dienstag in einem RIA-Novosti-Gespräch in Tiflis, dass alle Skizzen und Zeichnungen des Memorials verlorengegangen seien. "Die Wiederherstellung des Denkmals wäre eine edle Sache. Aber leider gibt es keine Unterlagen mehr." Diese seien aus dem Skulpturen-Kombinat in Tiflis spurlos verschwunden. Auch er selber habe nichts, sagte der Bildhauer.

    Auch die Restaurierung des Originaldenkmals ist nach seinen Worten nicht mehr möglich, weil das Werk vollständig zerstört sei. Auf die Frage, ob er bereit wäre, beim Wiederaufbau des Denkmals zu helfen, sagte der Künstler: "Ich bin schon 80. Das ist nicht gerade das richtige Alter, um mit einer solchen Arbeit zu beginnen. An jenem Denkmal hatte ich sieben Jahre lang gearbeitet. Und wer weiß, wie lange ich noch zu leben habe..."

    Bei der Sprengung des 46 Meter hohen Denkmals waren am Samstag eine Frau und ihre achtjährige Tochter von Splittern erschlagen worden. Die barbarische Aktion löste nach Angaben des Verbandes Empörung in ganz Georgien aus. Die Opposition habe Protestkundgebungen veranstaltet.

    Am Dienstag hatte Russlands Regierungschef Wladimir Putin die Zerstörung des Denkmals als einen neuen Versuch bezeichnet, die Erinnerung an die gemeinsame Vergangenheit beider Völker auszulöschen. Dieses Mahnmal solle in der "Hauptstadt unseres früher geeinten Landes auferstehen". "Ich halte es für möglich, dass das Denkmal in Moskau wiederhergestellt wird", sagte Putin in einer Sitzung des Regierungspräsidiums in Moskau. Zuvor hatte die russische Führung den Abriss des Denkmals als "Akt der Barbarei" heftig kritisiert.

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