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    Bislang kein Fortschritt bei russisch-ukrainischen Grenzverhandlungen

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    Die russisch-ukrainischen Verhandlungen über die Grenzzieung in der Meerenge von Kertsch sind festgefahren.

    KIEW, 23. Dezember (RIA Novosti). Die russisch-ukrainischen Verhandlungen über die Grenzzieung in der Meerenge von Kertsch sind festgefahren.

    Die turnusmäßige Runde der Gespräche, die am 22./23. Dezember in Kiew stattfand, sei ohne Ergebnis zu Ende gegangen, teilte das ukrainische Außenamt am Mittwoch mit. Allerdings seien die Seiten darin einig gewesen, dass Vereinbarungen über die Grenzziehung im Asowschen und im Schwarzen Meer nicht ohne Festlegung der Staatsgrenze in der Meerenge von Kertsch realisiert werden könnten.

    Die Ukraine behauptet, dass es zwischen zwei ehemaligen Sowjetrepubliken RSFSR und der Ukrainischen SSR in der Meerenge von Kertsch die administrative Grenze gegeben hat. Russland weist darauf hin, dass die Unionsrepubliken zur Sowjetzeit keine administrativen Grenzen in Binnengewässern hatten. Es gebe keinerlei legitime Dokumente auf der Ebene der Union oder einzelner Unionsrepubliken, in denen eine Trennlinie im Asowschen Meer und in der Meerenge von Kertsch fixiert sei, behauptet Moskau.

    In diesem Zusammenhang kann Russland die von der Ukraine 1999 einseitig gezogene "Schutzlinie der Staatsgrenze" in der Meerenge von Kertsch nicht akzeptieren. Dabei geht Moskau von der Bestimmung des 2003 geschlossenen Vertrages über die Zusammenarbeit im Asowschen Meer und in der Meerenge von Kertsch aus, wonach diese, historisch gesehen, Binnengewässer Russlands und der Ukraine sind.

    Die ukrainische Seite erklärte sich bereit, die Meerenge von Kertsch für russische Schiffe freizuhalten. Die nächste Runde der Grenzverhandlungen findet im ersten Halbjahr 2010 in Moskau statt.

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